Stuttgarts Finanzkrise: Wie Mercedes und Porsche die Stadt an den Abgrund treiben
Sylke SchmiedtStuttgarts Finanzkrise: Wie Mercedes und Porsche die Stadt an den Abgrund treiben
Stuttgarts Autohauptstadt in tiefer Krise: Die Automobilbranche stürzt die Stadt in finanzielle Not
Stuttgart im Südwesten Deutschlands steht möglicherweise vor der Pleite. Wie die „Bild“-Zeitung heute berichtet, führt der massive Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen – die für die Stadt...
- Dezember 2025, 12:01 Uhr
Stuttgart, bekannt als die deutsche Autohauptstadt, steckt in einer schweren Finanzkrise. Noch im Laufe des Jahres 2025 droht die freie Liquidität der Stadt ins Negative zu rutschen – ab 2026 könnte sie gezwungen sein, neue Schulden aufzunehmen. Gleichzeitig verschärfen große Arbeitgeber wie Mercedes-Benz und Porsche die Lage mit angekündigten Stellenstreichungen, was die lokale Wirtschaft zusätzlich belastet.
Die Automobilindustrie, seit jeher das Rückgrat der Stuttgarter Wirtschaft, ächzt unter massivem Druck. Porsche gab kürzlich bekannt, bis 2029 rund 1.900 Arbeitsplätze – das entspricht 15 Prozent der Belegschaft am Standort Stuttgart und in Weissach – abzubauen. Mercedes-Benz wiederum will bis 2027 die Kosten um fünf Milliarden Euro senken und bietet Mitarbeitenden freiwillige Abfindungsprogramme an.
Angesichts sinkender Steuereinnahmen und steigender Ausgaben wird Stuttgart ab 2026 voraussichtlich neue Kredite aufnehmen müssen. Die Jobverluste bei Porsche und Mercedes-Benz sind dabei nur ein Symptom für die tiefgreifenden Probleme der regionalen Autoindustrie. Nun steht die Stadt vor der Herausforderung, dringend notwendige Investitionen mit einem immer engeren Haushalt unter einen Hut zu bringen.