29 April 2026, 12:14

SV Wehen Wiesbaden kämpft mit Aufklärungskampagne für ME/CFS-Betroffene

Eine Gruppe von Menschen in Stühlen klatschend, einige tragen Masken, mit Taschen auf dem Boden, vor einem Publikum bei einer Konferenz mit einem Bildschirm und Deckenbeleuchtung.

SV Wehen Wiesbaden kämpft mit Aufklärungskampagne für ME/CFS-Betroffene

SV Wehen Wiesbaden startet Aufklärungskampagne zu ME/CFS, Long COVID und Post-Vakzin-Syndrom

Beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück am 3. Mai setzt sich der SV Wehen Wiesbaden mit einer Aufklärungskampagne für die Belange von Menschen mit ME/CFS, Long COVID und Post-Vakzin-Syndrom ein. Ziel der Initiative ist es, die Herausforderungen aufzuzeigen, mit denen Betroffene dieser schwerwiegenden Erkrankungen konfrontiert sind, und das öffentliche Bewusstsein dafür zu schärfen.

Der Verein hat im Rahmen der Aktion verschiedene Aktivitäten geplant. Für Fans wird ein Informationsstand eingerichtet, der über ME/CFS aufklärt – eine schwere Multisystemerkrankung, die oft durch Infektionen ausgelöst wird. Viele Erkrankte leiden unter einer Verschlechterung der Symptome nach Belastung (Post-Exertional Malaise, PEM), was selbst alltägliche Tätigkeiten, darunter der Besuch von Spielen, extrem erschwert.

Bei Long COVID und dem Post-Vakzin-Syndrom entwickeln Betroffene mitunter Symptome, die den diagnostischen Kriterien von ME/CFS entsprechen. Da in Deutschland schätzungsweise 650.000 Menschen von ME/CFS betroffen sind, will die Kampagne ihre oft unsichtbaren Kämpfe in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Der SV Wehen Wiesbaden lädt Betroffene und ihre Angehörigen ein, das Spiel aus der vereinseigenen Lounge zu verfolgen – ein Angebot, das mehr Komfort und eine geschützte Atmosphäre bietet. Zudem kommt ein Pfandsammelaktion zugute der ME/CFS Forschungsstiftung, um die dringend benötigte Forschung zu unterstützen.

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Die Aktion steht in Verbindung mit der fangetriebenen Initiative Empty Stands ("Leere Ränge"), die sich für eine bessere medizinische Versorgung und mehr gesellschaftliche Aufmerksamkeit einsetzt. Der Spieltag gegen Osnabrück wird so zu einem Zeichen der Solidarität mit denen, die oft nicht persönlich an Spielen teilnehmen können.

Die Veranstaltung verbindet Fußball mit gesellschaftlichem Engagement: Sie bietet Aufklärung und Unterstützung, spendet Forschungsgelder und trägt dazu bei, die Debatte über ME/CFS und verwandte Erkrankungen weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Betroffene erhalten zudem die Möglichkeit, das Spiel in einem barriereärmeren Rahmen zu erleben.

Quelle