Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württemberg: Erste Runde ohne Ergebnis und ohne Angebot
Dietlind Grein GrothTarifstreit im Nahverkehr Baden-Württemberg: Erste Runde ohne Ergebnis und ohne Angebot
Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr Baden-Württembergs ist ohne Ergebnis geblieben. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor, sodass rund 6.700 Mitarbeiter in sieben Unternehmen weiter in der Ungewissheit hängen. Weitere Gespräche sind nun für Anfang Februar angesetzt.
Die Gewerkschaft Ver.di war mit Forderungen in die Verhandlungen gegangen, darunter höhere Zuschläge für unsoziale Arbeitszeiten, bessere Überstundenvergütungen sowie Zulagen, die an die Entgeltgruppen geknüpft sind. Gewerkschaftsvertreter wiesen zudem auf übermäßige Arbeitsbelastungen hin – viele Beschäftigte leisteten demnach Überstunden, die oft unter ihrem regulären Stundenlohn vergütet würden.
Die Arbeitgeberseite lehnte es jedoch ab, ein Angebot zu unterbreiten. Sie verwies auf die angespannten Haushalte der Kommunen und argumentierte, dass finanzielle Spielräume für sofortige Zugeständnisse fehlten.
Die Pattsituation betrifft Bus- und Straßenbahnfahrer in der gesamten Region. Da keine Einigung in Sicht ist, werden beide Seiten im Februar erneut verhandeln, um die blockierten Forderungen zu klären.
Das Fehlen eines Angebots verlängert die Unsicherheit für die Verkehrsmitarbeiter. Sollte keine Lösung gefunden werden, könnten weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen. Die nächste Verhandlungsrunde wird zeigen, ob die Arbeitgeber ihre Position überdenken oder die aktuelle Blockade aufrechterhalten.