Tarifstreit im Nahverkehr Baden-Württembergs: Erste Runde ohne Ergebnis gescheitert
Dietlind Grein GrothTarifstreit im Nahverkehr Baden-Württembergs: Erste Runde ohne Ergebnis gescheitert
Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr Baden-Württembergs ist ohne ein Angebot der Arbeitgeberseite beendet worden. Betroffen von den festgefahrenen Gesprächen sind rund 6.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sieben Unternehmen. Die Arbeitgeber begründeten den Stillstand mit den finanziellen Belastungen der kommunalen Haushalte.
Die Gewerkschaft ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) führen die Verhandlungen. Ver.di fordert höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Überstundenarbeit sowie zulagenbasierte Aufschläge je nach Entgeltgruppe. Gewerkschaftsvertreter wiesen zudem auf übermäßige Arbeitsbelastungen hin, bei denen Überstundenvergütungen mitunter unter den regulären Stundensätzen lägen.
Weitere Gespräche sind erst für Anfang Februar vorgesehen. Die finale Verhandlungsrunde für den kommunalen Verkehrssektor in Deutschland soll vom 11. bis 13. Februar in Potsdam stattfinden.
Die Pattsituation bedeutet, dass es vorerst keine Änderungen bei Löhnen oder Arbeitsbedingungen gibt. Beide Seiten kehren im nächsten Monat an den Verhandlungstisch zurück, wobei die finanziellen Spielräume weiterhin die größte Hürde darstellen. Das Ergebnis wird Tausende Beschäftigte im Verkehrssektor der Region betreffen.