27 April 2026, 16:19

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und ihres Bildes

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich um ein Regierungsgesetz zur Verbots des Internets zu erörtern.

Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und ihres Bildes

Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihr Bild und ihre Stimme vor unberechtigter Nutzung durch künstliche Intelligenz zu schützen. Im April 2023 reichte ihr Unternehmen drei Markenanmeldungen ein, die ihre Stimme, ihr Bühnenimage und ihre markanten Sprüche abdecken. Dieser Schritt unterstreicht die wachsenden Bedenken in der Unterhaltungsbranche hinsichtlich der künstlichen Intelligenz.

Die Anmeldungen wurden im Namen von Swifts TAS Rights Management eingereicht. Der Markenrechtsexperte Josh Gerben entdeckte die Anträge als Erster. Zwei davon betreffen Klangmarken für ihre Stimme, insbesondere die Sätze "Hey, hier ist Taylor Swift" und "Hey, ich bin's, Taylor". Die dritte Anmeldung bezieht sich auf eine Bildmarke: ein Foto von Swift, wie sie eine pinke Gitarre hält, einen mehrfarbigen, schillernden Body trägt und auf einer pinken Bühne steht.

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Swifts Entscheidung folgt auf wiederholten Missbrauch ihres Abbilds. Ihre Stimme und ihr Bild wurden ohne Erlaubnis in KI-generierten Inhalten verwendet, darunter Metas Chatbots und pornografische Deepfakes. Die Unterhaltungsindustrie wird zunehmend misstrauischer gegenüber der Fähigkeit von KI, Stimmen, Gesichter und Persönlichkeiten zu imitieren.

Dieser Ansatz, manchmal als "sich selbst markenrechtlich schützen" bezeichnet, ist in Fällen von KI-Nutzung rechtlich noch nicht erprobt. Traditionell schützen Markenrechte nicht das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person. Dennoch gibt es Präzedenzfälle: 2025 genehmigte das US-Patent- und Markenamt acht Marken für den Schauspieler Matthew McConaughey, darunter eine Klangmarke für seinen berühmten Spruch "Alles klar, alles klar, alles klar!". Im selben Jahr schickte Disney einen Unterlassungsbrief an Google und warf der KI-Plattform Gemini vor, illegal Kopien von markengeschützten Disney-Figuren zu erzeugen.

Mit ihren Markenanmeldungen will Swift unberechtigte KI-Nachbildungen ihrer Stimme und ihres Bildes verhindern. Das Ergebnis könnte einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Prominente ihre Identität im digitalen Zeitalter schützen. Bislang bleibt jedoch ungewiss, wie wirksam diese Strategie rechtlich ist.

Quelle