Tialini gibt Deutschland auf: Warum die italienische Kette jetzt komplett verschwindet
Sylke SchmiedtTialini gibt Deutschland auf: Warum die italienische Kette jetzt komplett verschwindet
Die italienische Restaurantkette Tialini hat alle ihre Standorte in Deutschland geschlossen. Die letzte Filiale in Karlsruhe machte im Mitte 2025 dicht – damit ist der vollständige Rückzug der Marke aus dem Land besiegelt. Das 2013 gegründete Unternehmen hatte zwar eine rasche Expansion angestrebt, scheiterte jedoch an seinen ehrgeizigen Zielen.
Tialini wurde vom ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking über sein Familienbüro ins Leben gerufen. Er erkannte das Potenzial des wachsenden Gastronomiemarktes und plante zunächst, rund 100 Filialen in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München zu eröffnen. Doch am Ende kamen nur fünf Standorte zustande.
Bis Juli 2025 gab Alena Wiedeking, die Schwiegertochter von Wendelin Wiedeking und Geschäftsführerin von Tialini, den Rückzug des Unternehmens aus Deutschland bekannt. Die Entscheidung folgte auf Jahre des Kampfes, die geplante Größe zu erreichen. Sämtliche verbleibenden Filialen – darunter in Ludwigshafen, Wiesbaden, Stuttgart und Freiburg – wurden geschlossen.
Der Abschied von Deutschland verändert bereits die Gastronomielandschaft: Die italienische Kette L'Osteria hat die ehemaligen Tialini-Räume in Stuttgart und Ludwigshafen übernommen. Gleichzeitig werden durch die Schließungen Ressourcen frei, die das Unternehmen nun in neue Geschäftsfelder außerhalb des deutschen Marktes investieren kann.
Mit dem Rückzug hinterlässt Tialini in Deutschland keine Spuren mehr. Das Scheitern der geplanten Expansion steht im krassen Gegensatz zur ursprünglichen Vision, bundesweit präsent zu sein. Nun konzentriert sich das Unternehmen auf andere Vorhaben.






