25 February 2026, 20:42

Timothée Chalamets schmales Schnurrbärtchen löst einen neuen Männermode-Trend aus

Ein altes Foto eines Mannes mit Schnurrbart und Bart, der direkt in die Kamera schaut und ernst dreinschaut.

Timothée Chalamets schmales Schnurrbärtchen löst einen neuen Männermode-Trend aus

Ein schmales Schnurrbärtchen feiert überraschendes Comeback in Hollywood – dank Timothée Chalamet

Der Schauspieler ließ sich den dezenten Oberlippenbart für Marty Supreme wachsen, einen neuen Film, der in den 1950er-Jahren in New York spielt. Doch der Look scheint zu bleiben – lange nach Drehschluss.

Doch nicht nur Chalamet trägt zu diesem Trend bei. Auch Stars wie Justin Bieber, Paul Mescal und Jacob Elordi wurden kürzlich mit ähnlichen Stilen gesichtet. Damit löst sich der jahrzehntelang vorherrschende Trend zu dichtem Bartwuchs langsam ab.

Chalamets Schnurrbart debütierte im Rahmen seiner Verwandlung in Marty Mauser, einen tischtennisbegeisterten Außenseiter in Josh Safdies Marty Supreme. Der Film, Safdies erstes Solo-Regieprojekt, erzählt von Mausers Aufstieg in der rauen Lower East Side der 1950er-Jahre. Die Figur ist inspiriert vom realen Tischtennis-Champion Marty Reisman, dessen eigenes schmales Bärtchen einst zu seinem Markenzeichen wurde.

Der Stil selbst hat wenig gemein mit den üppigen, gewachsten "Pornostachen" der 1970er oder den breiten Hufeisen-Schnurrbärten der 1980er. Stattdessen wirkt er unaufdringlich – leicht ungepflegt, aber mit Absicht. Dieser zurückhaltendere Ansatz bietet Männern eine risikoarme Möglichkeit, mit Gesichtshaaren zu experimentieren, ohne sich für einen Vollbart oder aufwendige Pflege entscheiden zu müssen.

Schnurrbärte in der Popkultur durchliefen schon viele Zyklen. In den 1950ern waren schmale, akkurate Varianten wie die von Elvis Presley modern. In den 1970ern und 1980ern wurden sie üppiger – Stars wie Tom Selleck machten vollere Formen populär. In den 1990ern und 2000ern verschwand der Trend zugunsten glattrasierter Looks. Ein kurzes, ironisches Revival erlebte der "Hipster-Schnauzer" in den 2010ern, oft kombiniert mit Vintage-Mode. Die Version der 2020er verbindet nun Nostalgie mit Minimalismus, wie in Serien wie The Mandalorian oder bei Prominenten wie Jason Momoa zu sehen.

Dass Chalamet den Look beibehält, deutet darauf hin, dass es mehr als nur eine Rollenentscheidung war. Monate nach den Dreharbeiten trägt er den Schnurrbart noch – ein Zeichen dafür, dass er den Stil persönlich schätzt. Sein Reiz liegt in der lässigen, fast beiläufigen Ausstrahlung: ein Mittelweg zwischen glattrasiert und wildwuchernd.

Das schmale Bärtchen etabliert sich zunehmend als moderne Pflegeoption. Im Gegensatz zum dichtem Stoppelbart der vergangenen Jahre bietet es eine leichtere, spielerischere Alternative. Da immer mehr Schauspieler den Trend aufgreifen, könnte er bald zum Klassiker werden – und nicht nur eine kurzlebige Modeerscheinung bleiben.

Bisher bleibt Chalamets Variante die meistdiskutierte. Dass der Look sowohl auf als auch abseits der Leinwand Bestand hat, zeigt einen größeren Wandel in der Männermode: hin zu Einfachheit und einer Prise retro Charme.