07 February 2026, 20:24

Ulm setzt neue Maßstäbe für Inklusion: 12 Prozent mehr Fälle und innovative Projekte

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Straße in London mit Gebäuden, Straßenlaternen, Autos, Menschen, Bäumen und einem bewölkten Himmel, mit der Aufschrift "The Blind Asylum, Southwark, London" unten.

Ulm setzt neue Maßstäbe für Inklusion: 12 Prozent mehr Fälle und innovative Projekte

Stabstelle Inklusionsbeauftragte der Stadt Ulm veröffentlicht Jahresbericht 2025: Mehr Fälle, neue Projekte und nachrichten nrw****

Die Stabstelle Inklusionsbeauftragte der Stadt Ulm hat ihren Jahresbericht 2025 vorgelegt, der einen Anstieg der Fallzahlen und neue Initiativen dokumentiert. Die seit 2016 aktive Behörde unterstützt Menschen mit Behinderungen durch Interessenvertretung, Beratung und praktische Lösungen. Im vergangenen Jahr bearbeitete sie 116 Fälle – ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zu 2024.

Die Stelle fungiert als unabhängige Ombudsstelle und setzt sich unter anderem für Themen wie Schwerbehindertenausweise, barrierefreie Arbeitsplätze und Hindernisse im öffentlichen Raum ein. Oliver Arnold, der dienstälteste Behindertenbeauftragte, leitet die Bemühungen, die Teilhabe zu verbessern und physische Barrieren abzubauen.

Im Jahr 2025 wurden zudem kreative Projekte ins Leben gerufen, darunter BrickRamps, eine kostengünstige Lösung für rollstuhlgerechte Rampen, sowie ein Wettbewerb für die Gestaltung barrierefreier Parkplätze. Erprobt wurde außerdem das digitale Tool LocID, das sehbehinderten Menschen die Orientierung in öffentlichen Bereichen erleichtern soll.

Um das Bewusstsein für das Thema zu schärfen, veranstaltete die Stabstelle eine Konferenz unter dem Titel Hier ist es schön… aber haben Sie schon mal barrierefrei gelebt?. Die Veranstaltung richtete sich an Immobilienbesitzer und Investoren, um sie zu inklusiven Gestaltungsprinzipien zu motivieren. Zwar stellt der Bericht die Initiativen vor, konkrete Zahlen dazu, wie viele Bürgerinnen und Bürger direkt profitierten, liegen jedoch nicht vor.

Der vollständige Bericht – inklusive Audiofassung und Leichter Sprache – ist online unter http://disability.ourwebsite.de abrufbar.

Der Jahresbericht 2025 zeigt eine wachsende Nachfrage nach den Dienstleistungen der Stabstelle, mit einem Anstieg der Fallzahlen um 12 Prozent. Neue Projekte und digitale Hilfsmittel sollen die Barrierefreiheit in Ulm weiter voranbringen. Die Behörde bleibt eine wichtige Anlaufstelle für Beratung und Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen in der Region.