Ulms neues Projekt bringt Geflüchtete durch Sport in lokale Vereine
Dietlind Grein GrothUlms neues Projekt bringt Geflüchtete durch Sport in lokale Vereine
Ulm startet neues Projekt, um Geflüchtete und Migrant:innen in lokale Sportvereine zu integrieren
Unter dem Namen "Interkulturelle Sportlots:innen" soll die Initiative die soziale Teilhabe durch Sport fördern. Das Programm ist Teil einer landesweiten Maßnahme in Baden-Württemberg, an der sich vier weitere Städte beteiligen.
Federführend ist das Ulmer Referat für Chancengleichheit und Vielfalt, das mit lokalen Partnern zusammenarbeitet. Zwei Sportlots:innen – Jamil Hassan, Volleyballspieler beim SSV Ulm, und Hrvoje Radman, Mitglied der TSG Söflingen – fungieren als Brückenbauer zwischen Migrant:innengemeinschaften und Vereinen. Sie erklären Interessierten, wie die Vereine funktionieren, und unterstützen sie bei der Anmeldung.
Zudem helfen die Lots:innen den Vereinen dabei, ihr Angebot an die Bedürfnisse von Neuankömmlingen anzupassen. Auf Wunsch können Trainer:innen Schulungen in interkultureller Sensibilität erhalten. Die Finanzierung übernimmt das baden-württembergische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, sodass das Projekt mindestens bis September 2028 gesichert ist.
Neben Ulm wird das Modell in vier weiteren Städten erprobt: Reutlingen, Tübingen, Esslingen und Pforzheim. An allen Standorten liegt der Fokus darauf, Hürden für die Teilnahme abzubauen.
Die Initiative bietet sowohl Geflüchteten als auch Vereinen praktische Unterstützung. Durch besseren Zugang zu Sport sollen die Gemeinschaftsbindungen gestärkt werden. Das Projekt läuft über mehrere Jahre und verfügt über kontinuierliche Förderung sowie Schulungsangebote.