05 January 2026, 02:16

VDIK-Präsidentin Labbé fordert klare Regeln für den Wandel der Automobilbranche

Eine Straße mit Fahrzeugen und sichtbarem Text in einer Präsentation.

VDIK-Präsidentin Labbé fordert klare Regeln für den Wandel der Automobilbranche

Imelda Labbé, Präsidentin des VDIK (Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller), hat sich zu den zentralen Herausforderungen der Automobilbranche geäußert. Sie betonte die Bedeutung internationaler Automobilhersteller in Deutschland und forderte gleichzeitig klarere politische Vorgaben sowie weniger Bürokratie.

Labbé unterstrich die Notwendigkeit von Technologieoffenheit beim Umstieg auf Elektroautos. Plug-in-Hybride spielten ihrer Ansicht nach trotz widersprüchlicher Signale aus Berlin und Brüssel weiterhin eine wichtige Rolle im Wandel. Der Verband verlangte zudem verlässliche Strompreise und einen schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur, um die breitere Einführung von Elektroautos zu unterstützen.

Gleichzeitig warnte sie, dass hohe Rabatte auf neue Elektroautos die Restwerte untergraben. Dies berge die Gefahr, den Gebrauchtwagenmarkt zu destabilisieren, wo die Nachfrage weiterhin unsicher bleibe. Mit Blick auf die Zukunft verwies Labbé auf tiefgreifende Branchenveränderungen durch softwaredefinierte Fahrzeuge, vernetzte Autos und autonomes Fahren. Daten aus vernetzten Fahrzeugen würden zunehmend entscheidend für die Kundenbindung, so die VDIK-Präsidentin. Der Verband lehnt jedoch strikte branchenspezifische Regelungen zum Datenzugang ab und setzt stattdessen auf eine strategische Herangehensweise, die dem Automobilhandel zugutekommt. Der VDIK vertritt 39 Marken aus 14 Ländern und deckt fast die Hälfte aller Neuzulassungen in Deutschland ab.

Zudem forderte Labbé bessere Rahmenbedingungen im Dienstleistungssektor und rief Brüssel auf, bürokratische Hürden abzubauen und Vorschriften zu vereinfachen.

Die Vorschläge des VDIK zielen darauf ab, Innovation und Marktstabilität in Einklang zu bringen. Durch die Behandlung von Preispolitik, Infrastruktur und Datenthemen will der Verband sowohl Hersteller als auch Verbraucher während des Branchenumbruchs unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei ein reibungsloser Übergang bei gleichzeitiger Wahrung des Wettbewerbs im deutschen Automobilsektor.