25 February 2026, 08:21

Voigt verliert Doktortitel – doch die CDU hält zu ihrem umstrittenen Ministerpräsidenten

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

CDU-Präsidium: Voigt wieder in Vertretung gewählt - Voigt verliert Doktortitel – doch die CDU hält zu ihrem umstrittenen Ministerpräsidenten

Thüringens CDU-Ministerpräsident Mario Voigt steht erneut in der Kritik, nachdem die Technische Universität Chemnitz ihm Anfang 2026 den Doktortitel aberkannt hat. Die Entscheidung folgt einem Plagiatsvorwurf, der bereits im August 2024 in Berlin eingereicht worden war. Trotz der Kontroverse konnte Voigt seine politische Position halten und wurde erneut in den CDU-Bundesvorstand gewählt.

Die Aberkennung des Doktortitels löste eine Debatte aus: Der 49-Jährige kritisierte das Vorgehen der Universität scharf. Er warf der TU Chemnitz vor, ihren eigenen Fachbericht von 2025 ignoriert zu haben, und beschuldigte die Hochschule, sich politischem Druck aus Berlin gebeugt zu haben. Die Universität hingegen verteidigte ihre einstimmige Entscheidung mit dem Verweis auf die wissenschaftliche Integrität.

Anfang Februar 2026 kündigte Voigt an, rechtlich gegen die Aberkennung vorzugehen. Zeitgleich überstand er im Thüringer Landtag ein von der rechtspopulistischen AfD eingeleitetes Misstrauensvotum. Trotz der anhaltenden Diskussionen blieb seine Stellung in der CDU unangetastet.

Auf dem Parteitag in Stuttgart wurde Voigt erneut in die CDU-Führung gewählt. Er bedankte sich für das anhaltende Vertrauen und betonte, er stehe für eine Politik, die inhaltlich klar, im Ton respektvoll und den Menschen in Berlin nah sei.

Während Voigt juristisch gegen die Universität kämpft, bleibt seine politische Karriere vorerst unbeeinträchtigt. Seine Wiederwahl in den CDU-Vorstand und das überstandene Misstrauensvotum deuten auf anhaltende Rückendeckung der Partei aus Berlin hin. Der Ausgang seines Rechtsstreits um die Titelaberkennung könnte seine politische Zukunft weiter prägen.