11 March 2026, 12:12

Wahlmanipulation in Düdingen: 112 Stimmzettel mit verdächtiger Handschrift aufgedeckt

Eine Schwarz-Weiß-Radierung einer Gruppe von Menschen in einem Raum, die sich um ein zentrales Papier mit Text und Farboptionen an der Spitze versammeln, symbolisiert eine korrupte Wahl.

Wahlmanipulation in Düdingen: 112 Stimmzettel mit verdächtiger Handschrift aufgedeckt

In Düdingen ist eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Wahlmanipulation durch Stimmensammlung während der Kommunalwahlen eingeleitet worden. Die Behörden markierten über 100 Stimmzettel mit auffällig ähnlicher Handschrift, was Bedenken hinsichtlich Wahlbetrugs weckte. Der Fall wurde nun der Staatsanwaltschaft in Freiburg zur weiteren Prüfung vorgelegt.

Die Unregelmäßigkeiten kamen vergangenen Sonntag ans Licht, als Wahlhelfer während der Auszählung verdächtige Stimmzettel entdeckten. Insgesamt wiesen 112 Wahlunterlagen eine so ähnliche Schrift auf, dass sofort Alarm ausgelöst wurde. Das Wahlbüro informierte daraufhin die Bezirksverwaltung der Region Sense.

Die Stimmensammlung – also das Einsammeln und Einreichen fremder Wahlunterlagen durch Dritte – ist in der Schweiz gesetzlich verboten. Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs stellt diese Praxis ausdrücklich unter Strafe. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht der Gemeinderat von Düdingen, das 50 Sitze zählende lokale Parlament.

Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob der mutmaßliche Betrug das Wahlergebnis beeinflusst haben könnte. Die Ermittlungen dauern an; weitere Details wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Der Fall ist ein seltenes Beispiel für den Verdacht auf Wahlmanipulation in der Schweizer Kommunalpolitik. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, könnte die Stimmensammlung rechtliche Konsequenzen für die Beteiligten nach sich ziehen. Noch ist nicht geklärt, ob die Ergebnisse der Gemeinderatswahlen überprüft werden.

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