Wärmewende in der Krise: Warum Bürger:innen unter **„Druck im Kessel“** stöhnen
Angelo BriemerWärmewende in der Krise: Warum Bürger:innen unter **„Druck im Kessel“** stöhnen
"Druck im Kessel": Wie die Wärmewende die Menschen belastet
Recherchen von CORRECTIV und SWR zeigen: Ohne Geld, klare Gesetze und schnellere Förderung droht die Wärmewende zu scheitern.
Ein aktueller Report offenbart weitverbreitete Sorgen über Deutschlands Umstieg auf klimafreundliches Heizen. Zwischen dem 17. September und 8. November 2025 haben fast 2.000 Menschen im Rahmen des Projekts "Druck im System: Wie die Wärmewende mich betrifft" ihre Erfahrungen geteilt. Die von der Heinrich-Böll-Stiftung organisierte Studie zeigt sowohl Frustration als auch erste Erfolge beim Ausstieg aus fossilen Heizsystemen.
Die Umfrage wurde über die Online-Plattform CrowdNewsroom durchgeführt, ergänzt durch Pop-up-Studios in Stuttgart, Vaihingen an der Enz und Lörrach. Vor Ort tauschten sich Expert:innen und Politiker:innen direkt mit Bürger:innen aus, zusätzlich zu Besuchen in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München. Viele Teilnehmer:innen stellten praktische Fragen zu Wärmepumpen, Fördermöglichkeiten und dem Anschluss an Fernwärmenetze.
Die Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an besserer Abstimmung zwischen Politik, Handwerker:innen und Hauseigentümer:innen. Mit fast 2.000 Stimmen, die Lücken im System aufzeigen, wächst der Ruf nach transparenteren Regelungen und leichter zugänglichem Fachwissen. Ob die Wärmewende gelingt, hängt davon ab, ob diese Herausforderungen rechtzeitig gelöst werden – bevor die breite Masse auf klimafreundliches Heizen umsteigt.