Werkzeugbauer aus Laichingen meldet Insolvenz – 100 Jobs in Gefahr
Angelo BriemerWerkzeugbauer aus Laichingen meldet Insolvenz – 100 Jobs in Gefahr
Werkzeugbau Laichingen GmbH meldet Insolvenz an
Die Werkzeugbau Laichingen GmbH, ein Hersteller von Präzisionswerkzeugen für die Blechverarbeitung, hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen gab am 15. Juli 2025 seine Schließung bekannt, wodurch rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zehn Auszubildende vor einer ungewissen Zukunft stehen. Investoren, die den Betrieb über das laufende Jahr hinaus hätten sichern können, fanden sich nicht.
Das in Laichingen ansässige Unternehmen spezialisierte sich auf hochwertige Werkzeuge, vor allem für die Automobilbranche. Auslaufende Verträge und eine sich verschlechternde Wirtschaftslage trieben es jedoch in die finanzielle Krise. Steigende Energie- und Rohstoffkosten in Verbindung mit nachlassender Nachfrage machten die Geschäftstätigkeit unrentabel.
Zur Unterstützung der betroffenen Belegschaft wurde eine Transfergesellschaft eingerichtet. Die Beschäftigten erhalten Kurzarbeitergeld und werden bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen unterstützt. Gleichzeitig laufen Bemühungen, die zehn Auszubildenden in anderen Ausbildungsbetrieben der Region unterzubringen.
Die Produktion wird bis Ende 2025 in begrenztem Umfang fortgesetzt, bevor sie vollständig eingestellt wird. Von der Insolvenz betroffen ist ausschließlich der Standort Laichingen, da keine weiteren Niederlassungen in Betrieb waren.
Mit der Schließung endet die jahrzehntelange Unternehmensgeschichte in der Branche. Die betroffenen Mitarbeiter und Auszubildenden sind auf Wiedereingliederungsprogramme angewiesen, um neue Positionen zu finden. Die Insolvenz unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der Automobil-Zulieferkette und im verarbeitenden Gewerbe insgesamt.