08 April 2026, 08:21

Wie E-Autos das Stromnetz stabilisieren – das Pilotprojekt OctoFlexBW zeigt Erfolge

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebender Infrastruktur, Vegetation und einer Brücke im Hintergrund mit Wolkenhimmel.

Wie E-Autos das Stromnetz stabilisieren – das Pilotprojekt OctoFlexBW zeigt Erfolge

Pilotprojekt OctoFlexBW: Elektroautos stabilisieren das Stromnetz

Das deutsche Pilotprojekt OctoFlexBW hat gezeigt, dass Elektrofahrzeuge (E-Autos) dazu beitragen können, das Stromnetz zu stabilisieren. Während des Tests reagierten über 90 Prozent der teilnehmenden Fahrzeuge wie gewünscht und passten ihren Ladevorgang an. Die Besitzer berichteten von kaum spürbaren Einschränkungen – viele bemerkten die Änderungen nicht einmal.

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Am Projekt nahmen rund 100 E-Autos teil, die an ein digitales System zur Netzsteuerung angebunden waren. Die Steuerung des Ladevorgangs funktionierte reibungslos: Jedes Fahrzeug stellte bei Bedarf Flexibilität bereit. Die Kommunikation zwischen der DA/RE-Plattform von TransnetBW und dem Kraken-System von Octopus Energy verlief ohne Probleme.

Die DA/RE-Plattform dient als erstes digitales Werkzeug Deutschlands für Redispatch 2.0 und gleicht Energieangebot und -nachfrage aus. Der Versuch bewies, dass E-Autos zuverlässig auf Netzbedürfnisse reagieren können. Die Rückmeldungen der Besitzer fielen positiv aus: Die Anpassungen hatten kaum Auswirkungen auf ihren Alltag.

In der nächsten Phase soll das Projekt auf mindestens 1.500 Fahrzeuge ausgeweitet werden. Im Fokus stehen dann die Optimierung zentraler Funktionen wie die Basislastbestimmung, die Netzüberwachung und die Prognose des Strombedarfs.

Der Erfolg des Pilotprojekts bestätigt, dass E-Autos eine Rolle für die Netzstabilität spielen können. In der nächsten Stufe wird das System im größeren Maßstab getestet – mit mehr Fahrzeugen und verfeinerten Steuerungsmechanismen. Bleiben die Ergebnisse überzeugend, könnte der Ansatz zu einem Standardinstrument für das Energienetzmanagement werden.

Quelle