Wiesbaden ehrt seine stillen Karnevalshelden mit dem Narrischen Stadtorden
Angelo BriemerWiesbaden ehrt seine stillen Karnevalshelden mit dem Narrischen Stadtorden
Wiesbadens Karnevalsgemeinschaft ehrt ihre stillen Helden
Bei einer besonderen Feier versammelte sich die Wiesbadener Karnevalsgemeinde, um ihre unbesungenen Heldinnen und Helden zu würdigen. Rund 160 Begeisterte füllten den Festsaal, um all jene zu feiern, die die Narren-Traditionen der Stadt am Leben erhalten. Im Mittelpunkt standen Ehrenamtliche, Familien und Organisatoren, die unermüdlich im Hintergrund wirken.
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende eröffnete den Abend und betonte die verbindende Kraft des Karnevals, der Menschen zusammenbringt und lokale Bräuche bewahrt. Er lobte das Engagement der Freiwilligen, die bereits lange vor Beginn der Feierlichkeiten mit den Vorbereitungen beginnen und noch weit über das letzte "Helau" hinaus aktiv bleiben.
Insgesamt 48 Personen erhielten den "Narrischen Stadtorden", eine Auszeichnung für herausragendes ehrenamtliches Wirken im Dienste des Karnevals. Jede Preisträgerin und jeder Preisträger wurde auf die Bühne gerufen, um die Ehrung entgegenzunehmen – eine Anerkennung für jahrelangen Einsatz. Eine Ehrenformation bildete sich, ein Symbol für die Solidarität unter denen, die die Traditionen hochhalten.
Das Kinderprinzenpaar, Viktoria I. und Noah I., hielt eine charmante, gereimte Rede, in der es Sponsoren, Vereine und die Stadt für ihre Unterstützung dankte – eine spielerische, aber herzliche Note in der Feier. Die Zeremonie hob auch die Rolle der Familien und Partner hervor, ohne deren Rückhalt die ehrenamtlichen Tätigkeiten oft nicht möglich wären.
Der Karneval, bekannt für seinen scharfen Humor, wurde als eine Kraft gefeiert, die Autoritäten hinterfragt und die Gesellschaft spiegelt. Die Veranstaltung verband Würde mit Herzlichkeit und stärkte so den Zusammenhalt in der Gemeinschaft.
Die Verleihung des "Narrischen Stadtordens" rückte all jene ins Rampenlicht, die den Karnevalsgeist Wiesbadens tragen. Indem die Feier die Ehrenamtlichen und ihre Unterstützer ehrte, sorgte sie dafür, dass ihr Einsatz sichtbar und wertgeschätzt bleibt. Dank ihres Engagements wird die Tradition aus Satire und Feierlaune auch künftig weiterleben.