03 March 2026, 01:34

ZDK warnt vor undurchsichtigen Ladekosten für Elektroautos trotz Preissenkungen

Eine Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz, umgeben von diverser Ausrüstung, Beschilderung, Pflanzen und einer Brücke im Hintergrund bei bewölktem Himmel.

ZDK warnt vor undurchsichtigen Ladekosten für Elektroautos trotz Preissenkungen

Der Verband der Deutschen Kraftfahrzeugindustrie (ZDK) hat Bedenken wegen der zunehmenden Komplexität der Ladekosten für Elektrofahrzeuge geäußert. Da immer mehr Autofahrer auf Elektromobilität umsteigen, warnt der Verband, dass undurchsichtige Preise an öffentlichen Ladestationen finanzielle Fallstricke für Halter bergen könnten.

In den vergangenen zwei Jahren haben sich die Ladepreise an öffentlichen Säulen in Deutschland verändert. Die durchschnittlichen Kosten sanken von 0,50 bis 0,70 Euro pro Kilowattstunde im Jahr 2024 auf 0,40 bis 0,60 Euro im Jahr 2026. Rechtliche Anpassungen wie das 2024 in Kraft getretene Ladesäulenstärkungsgesetz verbesserten zwar die Preistransparenz, und eine Senkung der Netzentgelte um bis zu 20 Prozent im Jahr 2025 reduzierte einige Ausgaben. Dennoch betont der ZDK, dass die Tarifsysteme weiterhin intransparent seien – versteckte Gebühren und uneinheitliche Sätze sorgten nach wie vor für Verärgerung.

ZDK-Präsident Thomas Peckruhn wies darauf hin, dass das eigentliche Hindernis für E-Autofahrer nicht mehr die Reichweitenangst sei, sondern das Chaos bei den Ladetarifen. Der Verband kritisierte den jüngsten Vorstoß Baden-Württembergs zur Regulierung der Spritpreise als falschen Ansatz, der Fahrern kaum helfe und sogar nach hinten losgehen könnte. Peckruhn warnte zudem, dass ein zu starker staatlicher Eingriff in die Preisgestaltung den Wettbewerb ersticken und die Kosten letztlich in die Höhe treiben könnte – statt sie zu senken.

Die Organisation fordert nun strengere Vorgaben, um die Ladepreise zu vereinfachen. Zu den zentralen Forderungen zählen klarere Kilowattstunden-Preise, niedrigere Netzentgelte sowie das Ende intransparenter Tarifstrukturen. Der ZDK besteht darauf, dass die Politik sich darauf konzentrieren solle, das Laden von Elektroautos fair und verständlich zu gestalten – statt symbolische Maßnahmen an Tankstellen zu verfolgen.

Die Forderung nach mehr Klarheit bei den Ladekosten kommt zu einer Zeit, in der die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zunimmt. Die Warnungen des ZDK verweisen auf anhaltende Probleme bei der Tariftransparenz und den Netzentgelten, trotz der jüngsten Preissenkungen. Die Vorschläge des Verbands zielen darauf ab, Autofahrer vor unerwarteten Kosten beim Laden ihrer Fahrzeuge zu schützen.