Zoll in Ulm beschlagnahmt 184 geschmuggelte Autos aus der Schweiz
Dietlind Grein GrothZoll in Ulm beschlagnahmt 184 geschmuggelte Autos aus der Schweiz
Zollbeamte in Ulm beschlagnahmten im vergangenen Jahr 184 Fahrzeuge wegen undeklarierter Einfuhren von Autos, die größtenteils aus der Schweiz eingeschmuggelt worden waren. Die Razzia richtete sich vor allem gegen Autos, die meist auf Anhängern nach Deutschland gebracht worden waren, oft ohne ordnungsgemäße Zollerklärung. Die Preise lagen zwischen 1.500 und 60.000 Euro pro Auto. Die Behörden schätzen die insgesamt hinterzogenen Abgaben auf knapp 350.000 Euro.
In etwa jedem vierten Fall wurden Bußgelder verhängt, die sich auf insgesamt 40.000 Euro summierten. Die Einfuhr eines Pkw aus einem Land außerhalb der EU unterliegt normalerweise einem Zollsatz von 10 Prozent sowie 19 Prozent Mehrwertsteuer. Wer seine Ware nicht deklariert, riskiert die Beschlagnahmung des Fahrzeugs und mögliche Anklagen wegen Steuerhinterziehung.
Die Beschlagnahmungen unterstreichen die verschärften Kontrollen an der schweizerisch-deutschen Grenze. Schmuggler müssen nun damit rechnen, ihre Fahrzeuge zu verlieren und hohe Strafen zu zahlen. Die Zahlen des vergangenen Jahres stehen in krassem Gegensatz zu 2022, als keine solchen Fälle verzeichnet wurden.