03 April 2026, 04:14

Zoll stoppt 71 Kilogramm verbotenen Khat am Grenzübergang Weil am Rhein

Person mit Handschuhen hält eine Giftesche mit dunklen grünen Blättern und gelbbrauner Rinde, umgeben von gefallenen Blättern auf dem Boden.

Zoll stoppt 71 Kilogramm verbotenen Khat am Grenzübergang Weil am Rhein

Zollbeamte beschlagnahmen große Menge des verbotenen Stimulans Catha Edulis am Grenzübergang Weil am Rhein-Autobahn

Bei einer Routinekontrolle am Grenzübergang Weil am Rhein-Autobahn haben deutsche Zollbeamte eine große Sendung Khat sichergestellt – ein in Deutschland verbotenes Stimulans. Die Entdeckung führte zu einem Strafverfahren gegen einen 29-jährigen Reisenden, der später wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt wurde. Die Behörden ermitteln weiterhin im Rahmen einer bundesweiten Offensive gegen den Schmugel der Droge.

Am 20. März wurde ein Taxi mit dem 29-jährigen Fahrgast zur Kontrolle am Zollamt Weil am Rhein-Autobahn angehalten. In dessen Gepäck entdeckten die Beamten rund 71 Kilogramm des verdächtigen Pflanzenmaterials. Khat besteht aus den Blättern und Trieben des Khat-Strauchs und enthält die stimulierenden Wirkstoffe Cathinon und Cathin, deren Wirkung der von Amphetaminen ähnelt, jedoch schwächer ausfällt.

Der Reisende wurde vorläufig festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Das beschlagnahmte Khat wurde anschließend vernichtet, und es wurden strafrechtliche Ermittlungen nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Noch in diesem Jahr erließ das Amtsgericht Lörrach einen Strafbefehl und verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro. Die Zollfahndungsstelle Stuttgart, die von Freiburg aus agiert, prüft den Fall weiterhin.

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Dieser Fund reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle ein: Bereits Anfang 2024 hatte das Hauptzollamt Lörrach bei einem anderen Reisenden 37 Kilogramm Khat beschlagnahmt. Die Fälle spiegeln einen bundesweiten Trend wider – die Schmuggelzahlen steigen stark an. Während 2019 noch rund 13 Tonnen Khat in Deutschland sichergestellt wurden, lag die Menge 2023 bereits bei über 100 Tonnen. Die meisten Beschlagnahmungen erfolgen in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hamburg, insbesondere an Flughäfen und bei Paketdiensten.

Khat wird vor allem in Äthiopien, Kenia, Jemen und Oman angebaut und konsumiert. Obwohl die Pflanze in einigen Ländern legal ist, sind Einfuhr und Besitz in Deutschland aufgrund ihrer aufputschenden Wirkung verboten.

Der jüngste Fund unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der deutschen Behörden, den illegalen Import von Khat einzudämmen. Angesichts der stark gestiegenen Schmuggelmengen bleiben die Zollstellen an den wichtigsten Einreisepunkten wachsam. Die Ermittlungen in diesem Fall laufen noch, während der Beschuldigte mit einer Strafe von 6.000 Euro rechnen muss.

Quelle