31 March 2026, 00:15

10.000 undeklarierte Zigaretten: Reisende zahlt teuer am Stuttgarter Flughafen

Ein brauner Papiertütenbeutel in Form einer Granate, mit einem Seil zusammengebunden, liegt auf einem Tisch neben einer Zigarette.

10.000 undeklarierte Zigaretten: Reisende zahlt teuer am Stuttgarter Flughafen

Reisende am Stuttgarter Flughafen muss hohe Strafe zahlen – 10.000 undeklarierte Zigaretten im Gepäck entdeckt

Eine Reisende am Flughafen Stuttgart wurde mit einer empfindlichen Strafe belegt, nachdem Zollbeamte in ihrem Gepäck fast 10.000 nicht deklarierte Zigaretten fanden. Die Frau, die fälschlicherweise davon ausging, unbegrenzt zollfreien Tabak in die EU einführen zu dürfen, muss nun über 1.700 Euro an nachträglichen Abgaben und Strafen zahlen.

Der Vorfall ereignete sich, als Zollbeamte die Passagierin an der grünen Ausgänge für zollfreie Waren kontrollierten, als sie den Gepäckbereich verlassen wollte. In ihrem Koffer entdeckten sie 48 Packungen – insgesamt mehr als 9.500 Zigaretten –, was die persönliche Freimenge von 200 Stück bei Weitem überstieg. Die Beamten beschlagnahmten den Überschuss und leiteten ein Steuerhinterziehungsverfahren gegen sie ein.

Die Reisende gab später zu, sich auf falsche Internetinformationen verlassen zu haben, in der Annahme, es gebe keine Beschränkungen. Daraufhin musste sie 1.713,80 Euro an Zollgebühren für die verbleibenden Zigaretten nachzahlen sowie eine Sicherheitsleistung von 800 Euro für die zu erwartende Strafe hinterlegen. Thomas Seemann, Sprecher des Hauptzollamts Stuttgart, riet Reisenden dringend, vor dem Flug die offiziellen Vorschriften auf zoll.de zu prüfen.

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Der Fall ist Teil eines größeren Trends: 2023 verzeichneten deutsche Flughäfen rund 1.200 Verstöße gegen Tabakeinfuhrbestimmungen, mit durchschnittlichen Strafen von 500 Euro. 2024 stieg die Zahl auf etwa 1.500 Fälle, wobei die Bußgelder im Schnitt 550 Euro betrugen.

Die falsche Einschätzung der Zollvorschriften durch die Reisende hatte erhebliche finanzielle Folgen. Die Behörden warnten erneut davor, sich vor Reisen über die geltenden Einfuhrgrenzen zu informieren – besonders, da ähnliche Fälle an deutschen Flughäfen weiter zunehmen.

Quelle