14 April 2026, 20:13

AfD startet umstrittene "Messer-App" für mehr Transparenz bei Gewalt in Berlin

Ein schildförmiges Polizeibadged mit "Polizei Berlin" in schwarzer fettgedruckter Schrift auf einem blauen Hintergrund mit einem weißen Stern und Rahmen, das auf einer Oberfläche liegt.

AfD startet umstrittene "Messer-App" für mehr Transparenz bei Gewalt in Berlin

Die Berliner Landesverbands der rechtspopulistischen AfD hat ein Online-Tool zur Erfassung von Messerangriffen in der Hauptstadt gestartet. Die sogenannte "Messer-App" zeigt polizeilich erfasste Vorfälle, Verletzungen und Tatorte der vergangenen 30 Tage an. Die Partei begründet den Schritt mit dem Ziel, mehr Transparenz bei Gewaltstraftaten zu schaffen.

In Berlin hat die Messerkriminalität in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Polizei registrierte 2024 insgesamt 3.412 Angriffe – ein Anstieg um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch waffenbezogene Gewalt nahm zu: Straftaten mit Schusswaffen stiegen 2025 um 68 Prozent.

Als Reaktion darauf hat die Stadt drei Waffen- und Messer-Verbotszonen eingerichtet. Spezialeinheiten von Polizei und Staatsanwaltschaft wurden eingesetzt, um das Problem zu bekämpfen. Dennoch gehört Berlin zu den wenigen Bundesländern, die in solchen Fällen die Nationalität der Tatverdächtigen nicht veröffentlichen.

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker kritisierte die regierende Koalition wegen mangelnder Offenheit. Die von der Partei neu veröffentlichte Übersicht basiert auf der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und zeigt eine Lücke zwischen gemeldeten Einsätzen und erfassten Fällen auf. Brinker argumentiert, dass die Freigabe weiterer Daten – einschließlich der Nationalitäten – die Verantwortlichkeit erhöhen würde.

Die AfD fordert die Koalition nun auf, zusätzliche Details offenzulegen. Da Messerangriffe zu einem zentralen Wahlkampfthema geworden sind, besteht die Partei darauf, dass ihre "Messer-App" die Regierung zum Handeln zwingen werde.

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Das Online-Tool der AfD kartiert aktuelle Messerangriffe und Verletzungen in Berlin. Die Behörden haben bereits Verbotszonen und Sondereinheiten eingeführt, um die Zunahme der Gewaltkriminalität einzudämmen. Mit ihrer Kampagne setzt die Partei die Verantwortlichen unter Druck, mehr Informationen über die Täter preiszugeben.

Quelle