16 April 2026, 02:13

AfD verliert Stimmen nach Auszählung der Briefwahl in Rheinland-Pfalz

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung eines Mannes in Anzug und Krawatte, der ein Schild hält, auf dem steht "Der Albtraum des Wählers" und einen entschlossenen Gesichtsausdruck hat.

AfD verliert Stimmen nach Auszählung der Briefwahl in Rheinland-Pfalz

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz verzeichnete die Alternative für Deutschland (AfD) einen Rückgang ihres prognostizierten Stimmenanteils, als die Briefwahlstimmen ausgezählt wurden. Erste Schätzungen der Sender ARD und ZDF hatten die Partei noch bei 20 Prozent gesehen, doch bis zum Abend sank dieser Wert auf 19,5 Prozent. Die Verschiebung löste Vorwürfe wegen angeblichen Wahlbetrugs aus, obwohl die Behörden keine Unregelmäßigkeiten feststellten.

Der Rückgang der AfD spiegelte einen Trend wider, der auch bei SPD und Grünen zu beobachten war, als die Briefwahlstimmen später am Abend hinzugezählt wurden. Im Gegensatz zu den Stimmen vor Ort werden Briefwahlstimmen in Chargen bearbeitet, was die Hochrechnungen für Parteien mit weniger Briefwählern in der Anhängerschaft oft verändert. Die AfD rät ihren Unterstützern seit Langem von der Briefwahl ab und begründet dies mit Misstrauen gegenüber dem System.

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Die Skepsis der Partei gegenüber der Briefwahl könnte ihre schwächere Performance in diesem Segment erklären. Wähler, die persönlich ihre Stimme abgeben, unterstützen die AfD tendenziell konsequenter, während Briefwähler häufiger andere Parteien bevorzugen. Diese Diskrepanz macht frühe Hochrechnungen weniger zuverlässig, da sich das Wahlverhalten von Briefwählern von dem derer unterscheidet, die am Wahltag selbst ihre Stimme abgeben.

Ein Facebook-Nutzer behauptete Betrug, nachdem der AfD-Anteil nach Einbeziehung der Briefwahlstimmen unter 20 Prozent gefallen war. Die Wahlbehörde in Rheinland-Pfalz bestätigte jedoch, dass beim Auszählungsprozess keine Probleme aufgetreten seien. Hochrechnungen verfeinern sich von Natur aus, je mehr Daten einfließen, wobei die Endergebnisse oft von den ersten Schätzungen abweichen.

Das endgültige Ergebnis der AfD lag bei 19,5 Prozent – leicht unter den frühen Prognosen. Das Muster zeigt, wie die Briefwahl Ergebnisse verändern kann, insbesondere für Parteien mit weniger Briefwählern in ihren Reihen. Die Behörden wiesen die Betrugsvorwürfe zurück und betonten die Integrität der Wahl.

Quelle