05 June 2026, 12:53

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen künstlerische Leitung

Anonymes Schreiben im Fürther Stadttheater: Unterstützung für Intendantin Stolz von innen

Anonymer Brief erschüttert Stadttheater Fürth: Vorwürfe gegen künstlerische Leitung

Ein anonymer Brief hat am Stadttheater Fürth für Unruhe gesorgt. Darin wird der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, eine schädliche Arbeitskultur zu fördern. Das nicht unterzeichnete Schreiben beschreibt eine Atmosphäre der Angst und psychischen Belastung unter den Mitarbeitenden. Doch nicht alle am Theater teilen diese Einschätzung.

Dr. Silvia Stolz übernahm die Leitung des Theaters im November 2023. Seither verzeichnet die Institution ein beachtliches Wachstum: Über 100.000 Besucher:innen und 95.000 verkaufte Tickets für die Spielzeit 2024/2025 sprechen für sich. Auch das Jugendtheaterprogramm wurde deutlich ausgebaut.

Der Brief, der vorgibt, 25 festangestellte Mitarbeitende zu vertreten, zeichnet ein Bild des Misstrauens und der Überlastung. Da keine Namen genannt werden, bleibt unklar, wer dahintersteht. Der Dramaturg Udo Eidinger weist die Vorstellung zurück, dass das Schreiben die Meinung des gesamten Teams widerspiegele.

Eidinger betont die laufende Arbeit des Theaters, darunter die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere. Viele Kolleg:innen, so seine Beobachtung, seien weiterhin mit großer Hingabe und Leidenschaft bei ihren Produktionen dabei. Zudem lobt er Dr. Stolz dafür, die lokalen Verbindungen des Theaters gestärkt und es der Öffentlichkeit zugänglicher gemacht zu haben.

Rückhalt erhält Dr. Stolz auch vom Theaterkuratoriumsmitglied Maurice Schönleben (SPD). Er nennt die Entwicklungen seit 2023 „beachtlich“ und ist überzeugt, dass sie die richtige Person ist, um den Wandel des Theaters voranzutreiben.

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Während der anonyme Brief bei einigen Mitarbeitenden Verunsicherung auslöst, arbeiten andere weiterhin engagiert weiter. Dr. Stolz kann auf die Unterstützung wichtiger Persönlichkeiten zählen – darunter das Kuratoriumsmitglied und führende Kolleg:innen. Die jüngsten Erfolge des Theaters in puncto Besucherzahlen und Programmgestaltung bleiben ein zentraler Bestandteil der Debatte.

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