11 May 2026, 02:15

Apothekenbranche kämpft mit Überalterung und drohendem Fachkräftemangel

Schwarz-weiß-Anzeige für eine Apotheke in Rom, die einen Mann und eine Frau zeigt, die nebeneinander stehen, mit Text, der die Apotheke und ihre Dienstleistungen beschreibt.

Apothekenbranche kämpft mit Überalterung und drohendem Fachkräftemangel

Deutschlands Apothekenbranche steht vor einer Überalterung der Belegschaft

Fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker ist heute 56 Jahre oder älter – ein deutlich höherer Anteil als im bundesweiten Durchschnitt der gleichnamigen Altersgruppe. Da immer mehr ältere Mitarbeiter in den Ruhestand gehen, muss sich die Branche auf einen schrumpfenden Fachkräftemarkt in den kommenden Jahren einstellen.

2024 gehörten rund 24 Prozent der deutschen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen an. In Apotheken lag dieser Wert jedoch bei 30 Prozent. Das Durchschnittsalter der Apotheker in öffentlichen Apotheken beträgt 48,4 Jahre, wobei Männer im Schnitt etwas älter sind als Frauen. Führungskräfte in der Branche sind mit durchschnittlich 53,6 Jahren noch älter.

Die größte Gruppe unter den Apothekerinnen und Apothekern – 13,5 Prozent – ist zwischen 56 und 60 Jahre alt. Jüngere Jahrgänge sind deutlich unterrepräsentiert: Nur 12,5 Prozent sind zwischen 31 und 35 Jahre alt, und lediglich 10,7 Prozent unter 30. Diese Schieflage unterstreicht die starke Abhängigkeit der Branche von einer älteren Belegschaft.

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In den nächsten 15 Jahren wird sich das Problem durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation weiter verschärfen. Bis 2039 werden voraussichtlich 13,4 Millionen deutsche Arbeitnehmer das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren erreicht haben. Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, werden Apotheken aufgefordert, gezielt Nachwuchs zu gewinnen und durch effizientere Prozessoptimierung ihre Abläufe zu straffen.

Die Überalterung der Apothekenbranche stellt eine klare Herausforderung dar. Da ein Drittel der Apotheker kurz vor dem Ruhestand steht, muss die Branche schnell handeln, um jüngere Fachkräfte zu rekrutieren und die Effizienz zu steigern. Ohne Gegenmaßnahmen könnten Personalengpässe in den kommenden Jahren die Versorgung beeinträchtigen.

Quelle