31 May 2026, 18:13

Atomfonds-Chefin fordert Pflicht-Rente mit Aktien für alle Arbeitnehmer:innen

CEO von Kenfo setzt sich für Aktienrente ein

Atomfonds-Chefin fordert Pflicht-Rente mit Aktien für alle Arbeitnehmer:innen

Anja Mikus, die Chefin des deutschen staatlichen Atomfonds Kenfo, fordert einen grundlegenden Wandel in der Rentenpolitik. Ihr Vorschlag sieht vor, dass alle versicherten Arbeitnehmer:innen verpflichtend in ein aktienbasiertes Rentensystem einbezogen werden – selbst wenn ihre Beiträge gering ausfallen. Ziel ist es, die Altersvorsorge stärker an die Kapitalmärkte zu koppeln, um der breiten Bevölkerung zugutekommen.

Mikus leitet Kenfo seit 2017 und verwaltet dort ein Vermögen von 26,5 Milliarden Euro. Die Aufgabe des Fonds besteht darin, die Kosten für die Lagerung radioaktiver Abfälle aus den stillgelegten deutschen Atomkraftwerken zu tragen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Sie argumentiert, dass ein aktiengestütztes Rentensystem nach dem Vorbild des schwedischen Staatsfonds AP7 auch in Deutschland funktionieren würde. Laut Mikus wächst das Vertrauen der Bevölkerung in solche Modelle, sobald sichtbare positive Ergebnisse vorliegen. Ihr Plan sieht vor, dass alle Versicherten unabhängig von der Höhe ihrer Einzahlungen in das System einbezogen werden.

Mikus ist überzeugt, dass eine stärkere Anbindung an die Kapitalmärkte mehr Menschen den Weg zu einer besseren Altersvorsorge ebnen würde. Sie betrachtet dies als Chance, das Rentensystem langfristig gerechter und nachhaltiger zu gestalten.

Der Vorschlag würde vorsehen, dass alle Versicherten verpflichtend an einem aktienbasierten Rentensystem teilnehmen. Sollte er umgesetzt werden, könnte dies die Art und Weise, wie die Deutschen für den Ruhestand vorsorgen, grundlegend verändern. Mikus’ Ideen sind Teil der aktuellen Debatten zur Rentenreform in Deutschland.

Quelle