22 April 2026, 20:17

Baden-Württemberg bremst Flächenfraß mit neuen Maßnahmen gegen Zersiedelung

Eine belebte Stadtstraße mit fahrenden Autos und Fußgängern auf dem Gehweg, hohe Glasgebäude im Hintergrund und ein sichtbares "The Best Value Urban Outlet"-Schild unter einem bewölkten Himmel.

Baden-Württemberg bremst Flächenfraß mit neuen Maßnahmen gegen Zersiedelung

Baden-Württemberg will Flächenverbrauch für Neubauten eindämmen

Die Landesregierung in Baden-Württemberg ergreift Maßnahmen, um den Verbrauch von Flächen für neue Bauvorhaben zu verringern. Das Kabinett hat Pläne verabschiedet, die Innenentwicklung zu stärken und die weitere Zersiedelung der Landschaft zu bremsen. Als Hauptgrund für den gestiegenen Flächenverbrauch nennen Beamte die wachsende Nachfrage nach Wohnraum, die mit dem Bevölkerungszuwachs einhergeht.

Zwischen 2016 und 2020 wurden im Südwesten täglich durchschnittlich 5,6 Hektar neue Flächen in Anspruch genommen. Um gegenzusteuern, wird das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen eine digitale Übersicht über ungenutzte Innenbereichsflächen erstellen. Dieses Instrument soll Gemeinden helfen, Potenziale für Nachverdichtung und Umnutzung leichter zu erkennen.

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Zudem plant die Landesregierung ein Aktionsprogramm Flächen sparen, das verschiedene Maßnahmen bündelt, um den Flächenverbrauch einzudämmen. Ein zentraler Baustein ist eine neue Entsiegelungsprämie, die mit jährlich rund einer Million Euro gefördert wird. Mit diesem finanziellen Anreiz soll der Rückbau versiegelter Flächen und die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume vorangetrieben werden.

Darüber hinaus starten in ausgewählten Kommunen Pilotprojekte, die als Vorbild für eine effiziente Flächenreaktivierung, Entsiegelung und Renaturierung dienen sollen. Ziel ist es, praktikable Wege aufzuzeigen, wie bestehende Flächen nachgenutzt werden können – statt bisher unberührte Gebiete zu bebauen.

Die Beschlüsse des Kabinetts senden ein klares Signal: Der Flächenverbrauch für Neubauten soll spürbar sinken. Durch finanzielle Unterstützung, digitale Werkzeuge und Modellvorhaben will Baden-Württemberg die Entwicklung nach innen lenken. Ob die Maßnahmen greifen, hängt davon ab, wie konsequent die Kommunen sie umsetzen.

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