Baden-Württemberg macht Schulwege sicherer – mit neuen Verkehrsregeln und MOVERS-Programm
Angelo BriemerBaden-Württemberg macht Schulwege sicherer – mit neuen Verkehrsregeln und MOVERS-Programm
Baden-Württemberg führt neue Maßnahmen für sichere Schulwege ein
Baden-Württemberg hat neue Schritte eingeleitet, um Schulwege für Kinder sicherer zu gestalten. Das Landesprogramm MOVERS sowie aktualisierte Verkehrsregeln fördern nun Schulstraßen und Schutzbereiche an Schulen, um gefährliche Situationen im Umfeld von Bildungseinrichtungen zu verringern. Laut Behörden sollen die Änderungen mehr Schülerinnen und Schüler dazu ermutigen, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Tretroller zur Schule zu kommen – ohne auf die sogenannten "Elterntaxis" angewiesen zu sein.
Das Verkehrsministerium hat eine Verordnung erlassen, die die Einrichtung von Schulstraßen und Schutzbereichen vereinfacht. In diesen Zonen wird der motorisierte Verkehr entweder dauerhaft oder zu bestimmten Zeiten – etwa während der Bring- und Abholphasen – eingeschränkt. Die neuen Regeln sehen vor, dass Kommunen diese Maßnahmen ohne aufwendige Gutachten umsetzen können. Stattdessen stehen klare Beschilderungen und die Zusammenarbeit mit Schulen im Mittelpunkt.
Das Programm MOVERS – Aktiv zur Schule ergänzt die verkehrsrechtlichen Änderungen. Es stellt Instrumenten wie Schulwegpläne, Fahrradtrainings und markierte Routen bereit, um Kindern sichere, selbstständige Wege zur Schule zu ermöglichen. Beide Initiativen sind Teil einer übergreifenden Strategie, an der die Ministerien für Verkehr, Inneres und Kultur beteiligt sind.
Die Behörden haben Leitfäden veröffentlicht, die Kommunen bei der Umsetzung der neuen Vorschriften unterstützen sollen. Zudem steht eine Präsentation zur Verordnung bereit, und über die Pressestelle sowie die Bürgerkontaktstelle des Ministeriums gibt es weitere Hilfsangebote. Noch ist unklar, wie viele Gemeinden die Maßnahmen bis Ende 2023 einführen werden. Ziel ist es jedoch, Verkehrsrisiken zu minimieren und Schülerinnen und Schülern sicherere, gesündere Wege zur Schule zu ermöglichen.
Die aktualisierten Gesetze und das MOVERS-Programm geben den Kommunen klare Handlungsmöglichkeiten, um Schulwege sicherer zu gestalten. Durch weniger Autos vor Schultoren und bessere Bedingungen für den aktiven Schulverkehr sollen Kinder mehr Eigenständigkeit auf ihrem Weg zur Schule gewinnen. Gleichzeitig tragen die Maßnahmen dazu bei, Staus zu reduzieren und die Verkehrssicherheit im Umfeld von Bildungseinrichtungen zu erhöhen.






