30 March 2026, 22:14

Baden-Württemberg setzt auf Hausbesuche gegen Rechtsextremismus und Radikalisierung

Balkendiagramm, das die Anzahl der an Gewalt extremismus beteiligten Muslime in den USA seit 2001 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Baden-Württemberg setzt auf Hausbesuche gegen Rechtsextremismus und Radikalisierung

Ein Spezialteam in Baden-Württemberg hat seine Bemühungen zur Bekämpfung von Extremismus intensiviert, indem es direkten Unterstützung für Personen anbietet, die in rechtsextreme Gruppen verstrickt sind. Anfang April 2025 besuchten Polizei und Deradikalisierungsexperten im Rahmen eines freiwilligen Programms Haushalte, das darauf abzielt, Menschen den Ausstieg aus extremistischen Szenen zu erleichtern. Die Initiative ist nun vollständig in die Anti-Terror-Einheit des Landes integriert und markiert damit einen Wandel im Umgang der Behörden mit Radikalisierungstendenzen.

Am 8. und 9. April 2025 suchten Beamte des Polizeipäsidiums Stuttgart und des Kompetenzzentrums gegen Extremismus (konex) Personen auf, die mit rechtsextremen Bewegungen in Verbindung stehen. Bei den Besuchen wurde professionelle Beratung angeboten, wie man sich von extremistischen Ideologien distanzieren kann – alle Hilfsangebote sind kostenlos und erfolgen auf rein freiwilliger Basis.

Das Programm, das ursprünglich 2015 zur Bekämpfung islamistischer Radikalisierung ins Leben gerufen wurde, deckt mittlerweile alle Formen religiös und politisch motivierter Extremismusprävention ab. Polizeidirektorin Bettina Rommelfanger, die konex leitet, betonte, dass Ausstiegsstrategien an die unterschiedlichen Wege angepasst werden müssten, auf denen Menschen radikalisiert werden.

Seit dem 1. Januar 2025 ist konex dem Staatsschutz- und Anti-Terror-Zentrum Baden-Württemberg (SAT BW) des Landeskriminalamts (LKA BW) zugeordnet. Der leitende Kriminaldirektor Andreas Taube, Chef des SAT BW, hob die Bedeutung von Ausstiegsberatung als zentrales präventives Instrument gegen Extremismus hervor. Betroffene können den Dienst per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr kontaktieren.

Wie viele Haushalte bei den April-Besuchen angesprochen wurden, ist nicht bekannt – in den verfügbaren Suchergebnissen fanden sich lediglich themenfremde Anzeigen.

Die Initiative bietet weiterhin vertrauliche und freiwillige Unterstützung für alle, die aus extremistischen Gruppen aussteigen möchten. Durch die Einbindung in den Anti-Terror-Rahmen des Landes stärkt das Programm den präventiven Ansatz Baden-Württembergs im Kampf gegen Radikalisierung. Die Behörden bleiben darauf fokussiert, maßgeschneiderte Lösungen für gefährdete Personen zu entwickeln.

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