28 March 2026, 10:18

Baden-Württemberg startet Pop-up-Studios für die dringende Wärmewende bis 2040

Liniengraph, der die jährliche Stromerzeugung von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Baden-Württemberg startet Pop-up-Studios für die dringende Wärmewende bis 2040

Baden-Württemberg intensiviert seine Bemühungen, sich beim Heizen von fossilen Brennstoffen zu verabschieden. Da noch immer über 73 Prozent der kommunalen Wärme aus Öl und Gas stammen, steht das Land vor einer enormen Herausforderung, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Mit neuen Pop-up-Studios und einer Bürgerbefragung sollen nun Ideen gesammelt und Informationen über die Wärmewende verbreitet werden.

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Ab Oktober öffnen in drei Städten Pop-up-Studios, um Bürgerinnen und Bürger über die Umstellung der Wärmeversorgung zu informieren. Den Anfang macht Stuttgart vom 14. bis 22. Oktober, es folgen Vaihingen an der Enz vom 28. bis 31. Oktober und Lörrach vom 4. bis 8. November. Dort gibt es Details zu Planung, Förderung und konkreten Schritten für den Umstieg auf klimafreundliches Heizen.

Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Kommunen mit begrenzten Ressourcen kämpfen. Eine aktuelle Umfrage zeigt: 90 Prozent der Gemeinden verfügen nicht über ausreichende Finanzmittel, 66 Prozent benötigen mehr Personal, und 88 Prozent fordern klarere rechtliche Vorgaben für die Planung. Zwar gab es in der Vergangenheit Unterstützung, etwa durch das Landesprogramm Energieeffiziente Wärmenetze, das nach der Ausweitung der Bundesförderung endete. Dennoch bleibt Hilfe verfügbar: Die KEA-Klimaagentur und regionale Energieberatungsstellen bieten weiterhin Beratung an, und eine KEA-BW-Studie liefert Finanzierungshilfen und Planungstools.

Gleichzeitig starten SWR und CORRECTIV ein partizipatives Projekt, um zu dokumentieren, wie sich die Wärmewende auf den Alltag auswirkt. Ab dem 17. September können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen und Fragen über die Plattform CrowdNewsroom teilen. Eine Online-Umfrage unter dem Titel Druck im System: Wie betrifft mich die Wärmewende? sammelt zusätzlich Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Ziel des Landes ist es, den Einsatz fossiler Brennstoffe in der Wärmeversorgung bis 2040 auf null zu reduzieren. Die Pop-up-Studios und die Bürgerbefragung sollen finanzielle Hürden überwinden helfen und praxisnahe Erkenntnisse liefern. Die Verantwortlichen hoffen, dass diese Maßnahmen die Planung beschleunigen und den Übergang zu klimafreundlichem Heizen erleichtern.

Quelle