31 March 2026, 10:15

Baden-Württemberg steckt seit drei Jahren in der wirtschaftlichen Krise fest

Balkendiagramm, das die Anzahl der von COVID-19 betroffenen US-Unternehmen zeigt, aufgeschlüsselt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text über die wirtschaftliche Erholung.

Baden-Württemberg steckt seit drei Jahren in der wirtschaftlichen Krise fest

Baden-Württembergs Wirtschaft kämpft seit drei Jahren mit Schwächephase – 2023 brachte erneut fast Stillstand

Die Wirtschaft in Baden-Württemberg steckt seit drei Jahren in der Krise: 2023 verzeichnete das Land erneut eine Phase der Stagnation. Das Wachstum betrug im vergangenen Jahr lediglich 0,2 Prozent – deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 0,4 Prozent. Die anhaltende Schwäche hat zudem die Arbeitslosigkeit in die Höhe getrieben: Seit Anfang 2023 sind über 300.000 Menschen ohne Beschäftigung.

Die wirtschaftlichen Probleme des Landes begannen jedoch bereits vor 2023. Schon 2022 hatte sich das Wachstum auf 0,2 Prozent verlangsamt – das letzte Jahr, in dem Baden-Württemberg überhaupt noch ein Plus verzeichnete. 2023 verschärfte sich die Lage weiter: Die Industrie schrumpfte um 2,6 Prozent, und auch die Bauwirtschaft musste im Vergleich zum Vorjahr Rückgänge hinnehmen. Lediglich der Dienstleistungssektor konnte ein leichtes Plus von 0,4 Prozent verbuchen.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Baden-Württemberg eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Die Gesamtleistung lag 2023 bei 667,1 Milliarden Euro – fast 15 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung. Doch diese Stärke schlug sich nicht in Wachstum nieder: Im bundesweiten Vergleich landete das Land auf dem vorletzten Platz, noch vor dem Saarland. Spitzenreiter war hingegen Mecklenburg-Vorpommern mit einem Wachstum von 1,4 Prozent.

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Die Arbeitsmarktzahlen spiegeln die wirtschaftliche Belastung wider. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber 2022 an und lag 2024 im Durchschnitt bei 4,2 Prozent; einige Erhebungen verzeichneten sogar Werte von bis zu 4,6 Prozent. Auch zu Beginn des Jahres 2025 blieb die Quote erhöht und lag über der Marke von 4,5 Prozent im März.

Die anhaltende Schwächephase hat in Baden-Württemberg zu einer nachlassenden Nachfrage nach Arbeitskräften und sinkenden verfügbaren Einkommen geführt. Mit drei Jahren in Folge von Rezession oder nahe null Wachstum steht die Region weiterhin unter Druck. Steuereinnahmen und Wirtschaftstätigkeit werden voraussichtlich weiter belastet bleiben – sofern sich die Rahmenbedingungen nicht bessern.

Quelle