Baugewerbe zeigt erste Erholungszeichen mit gemischten April-Zahlen
Hiltraud HamannBaugewerbe zeigt erste Erholungszeichen mit gemischten April-Zahlen
Der Bausektor zeigte im April Anzeichen einer Erholung mit gemischten, aber überwiegend positiven Zahlen. Die Umsätze in zentralen Bereichen stiegen, während die kumulierten Werte für das bisherige Jahr auf dem Niveau von 2025 verblieben.
Führend war der Gewerbehochbau mit einem nominalen Umsatzplus von 6,8 Prozent im April. Der öffentliche Bau folgte dichtauf und verzeichnete ein Wachstum von 5,3 Prozent. Der Tiefbau trieb als Hauptmotor das Umsatzwachstum in allen drei großen Segmenten voran.
Auch der Wohnungsbau verbesserte sich: Sowohl die Erlöse als auch die Neuaufträge lagen erstmals seit Monaten über den Vorjahreswerten. Insgesamt stiegen die Neuaufträge im Sektor um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Materialkosten blieben indes stark im Aufwärtstrend. Die Preise für Bitumen lagen im Mai 2026 um 31,2 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Auch Holz, Metalle und mineralische Baustoffe verbuchten deutliche Preisanstiege.
Der kumulierte Umsatz von Januar bis April blieb nominal unverändert gegenüber 2025. Dennoch scheint der Sektor bereit, die wirtschaftliche Erholung zu stützen – vorausgesetzt, die richtigen politischen Weichen werden gestellt. Die Zunahme bei Aufträgen und segmentspezifischen Umsätzen deutet auf eine allmähliche Besserung hin.
