21 June 2026, 02:12

Berliner Enteignungsdebatte spaltet Politik vor der Landtagswahl

Bundesbauministerin lehnt Berlins Enteignungspläne ab

Berliner Enteignungsdebatte spaltet Politik vor der Landtagswahl

Die Idee, große private Wohnungsunternehmen zu vergesellschaften, ist vor der Landtagswahl in Berlin wieder in die politische Debatte zurückgekehrt. Das Thema sorgt in der Bau- und Immobilienbranche für Besorgnis. Bundesbauministerin Verena Hubertz hat sich bereits gegen die Pläne ausgesprochen.

Bei einem Volksentscheid 2021 hatten sich 59 Prozent der Berliner Wähler für die Enteignung von Unternehmen ausgesprochen, die mehr als 3.000 Wohnungen besitzen. Philmon Ghirmai, Landesvorsitzender der Berliner Grünen, hat nun die Unterstützung seiner Partei für die Kampagne „Enteignet Deutsche Wohnen & Co.“ erneut bekräftigt.

Bundesbauministerin Verena Hubertz lehnt die Maßnahmen ab. Sie argumentiert, dass eine Vergesellschaftung nicht zu mehr Wohnungsbau führen werde. Zudem warnte Hubertz, die laufende Diskussion schaffe Unsicherheit auf dem Wohnungsmarkt.

Auch Theresa Schopper, die grüne Bauministerin aus Baden-Württemberg, stellt sich gegen die Berliner Pläne. Sie betonte, wie wichtig es sei, das Wohnungsangebot in ganz Deutschland zu erhöhen, um bezahlbaren und hochwertigen Wohnraum zu sichern.

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Die Landtagswahl am 20. September findet mitten in dieser erneuten Debatte statt. Der Vorschlag spaltet weiterhin die politische Landschaft und verunsichert die Wirtschaft. Das Wahlergebnis könnte die künftige Wohnungsbaupolitik in der Hauptstadt prägen.

Quelle