19 April 2026, 18:14

Berliner Gericht verurteilt Mann wegen homophober Beleidigungen in der U-Bahn

Schwarzes und weißes Poster mit der Aufschrift "Vergewaltigung auf Vergewaltigung oder die Gerechtigkeit in ihrer eigenen Falle" in fetter schwarzer Schrift, wahrscheinlich Ankündigung einer Comedy-Show.

Berliner Gericht verurteilt Mann wegen homophober Beleidigungen in der U-Bahn

Ein Berliner Gericht hat einen Mann wegen homophober Beleidigungen und Bedrohungen verurteilt, nachdem er einen anderen Fahrgast in der U-Bahn angegriffen hatte. Michael W. wurde zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt, weil er Tibor P. beleidigt hatte, der auf dem Heimweg von einem Schwulenclub war. Der Fall wirft ein Licht auf die anhaltenden Probleme mit queerenfeindlichen Hassverbrechen in Deutschland.

Der Vorfall begann, als Tibor P. nach dem Verlassen einer Schwulenbar in die U-Bahn stieg. Michael W. starrte ihn an und machte abfällige Bemerkungen über seine Lackschuhe, bevor er seine verbale Attacke mit homophoben Schimpfwörtern eskalieren ließ.

Ein Zeuge griff ein und wies Michael W. an, "den Mund zu halten". Später traf die Polizei ein, doch der Angeklagte wehrte sich gegen deren Einschreiten und beleidigte auch die Beamten weiter. Während des Prozesses entschuldigte sich Michael W. für sein Verhalten, und Tibor P. nahm seine Entschuldigung an.

Die Richterin betonte, dass der Zeuge, der eingriff, Zivilcourage gezeigt habe. Zudem machte sie deutlich, dass sich die Beleidigungen eindeutig gegen die sexuelle Orientierung von Tibor P. richteten. Neben der Geldstrafe verfügte das Gericht, dass Michael W. die Summe in 150 Tagessätzen abbezahlen muss.

Der Fall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 2.048 queerenfeindliche Straftaten registriert, darunter Angriffe aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität.

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Michael W. erhielt für sein Verhalten eine Strafe von 1.200 Euro, die er in monatlichen Raten begleichen muss. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Behörden gegen die steigende Zahl von Hassverbrechen gegen LGBTQ+-Personen vorgehen. Das Urteil unterstreicht, dass verbale Angriffe und Drohungen aufgrund der sexuellen Orientierung nicht toleriert werden.

Quelle