29 April 2026, 12:14

Berliner Kulturskandal führt zu Rücktritt – Evers übernimmt Doppelfunktion

Plakat der Berliner Secession mit einer Frau in grünem Kleid und einem Mann in schwarzem Anzug, mit Textbeschreibung des Ereignisses.

Berliner Kulturskandal führt zu Rücktritt – Evers übernimmt Doppelfunktion

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson trat am Freitag zurück – nach einem vernichtenden Prüfbericht. Die Rücktrittserklärung erfolgte kurz vor einer Sitzung der CDU-Bezirksvorsitzenden, die über ihre Nachfolge entscheiden sollten. Ihre Wahl fiel schließlich auf Finanzsenator Stefan Evers, der nun zusätzlich die Kulturverwaltung übernehmen wird.

Der Skandal hatte begonnen, als der Berliner Rechnungshof aufdeckte, dass 2,6 Millionen Euro für Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus rechtswidrig bewilligt worden waren. Diese Enthüllung führte direkt zu Wedl-Wilsons Rücktritt.

Zunächst galt Thomas Heilmann (CDU) als Favorit für den vakanten Posten des Kultursenators. Doch nach einer Sitzung am Dienstagabend sprachen sich die Bezirksvorsitzenden einstimmig für Stefan Evers aus. Sie begründeten ihre Entscheidung mit seiner finanziellen Expertise und seinem starken kulturellen Hintergrund.

Evers, der bereits für die Berliner Finanzen zuständig ist, wird nun auch die Senatsverwaltung für Kultur leiten. Die Berufung gilt vorerst bis zur Landtagswahl im September 2020. Die Entscheidung wurde mit Rückendeckung von Berlins Regierendem Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzendem Kai Wegner getroffen.

Aktuell verhandelt Evers zudem über den Finanzierungsvertrag für die Hauptstadt, was seine ohnehin wachsenden Aufgaben noch erweitert.

Mit Evers an der Spitze von Finanzen und Kultur will die Berliner Regierung die Behörde nach dem Förderskandal stabilisieren. Seine Doppelfunktion bleibt bis zur Wahl im nächsten Jahr bestehen. Die CDU-Bezirksvorsitzenden zeigten sich überzeugt, dass er beide Ämter verantwortungsvoll führen wird.

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