Bosch streicht 13.000 Jobs – Belegschaft in Buhl kämpft um ihre Zukunft
Hiltraud HamannBosch streicht 13.000 Jobs – Belegschaft in Buhl kämpft um ihre Zukunft
Bosch hat Pläne bekannt gegeben, rund 13.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen – eine Entscheidung, die bei den Beschäftigten Besorgnis auslöst. Die Belegschaft am Standort Buhl reagierte geschockt, da die Maßnahmen fast die Hälfte der lokalen Belegschaft treffen könnten. Die Nachricht lässt viele um ihre Zukunft und den Erhalt des Standorts selbst bangen.
Der Betriebsrat des Bosch-Werks in Buhl berief nach Bekanntwerden der Stellenstreichungen eine Krisensitzung ein. Die Gespräche endeten jedoch ohne klare Lösungsansätze, was bei den Mitarbeitenden Frustration und Wut auslöste. Der Betriebsratsvorsitzende warnte, dass weitere Kürzungen letztlich zur vollständigen Schließung des Standorts führen könnten.
Bühls Bürgermeister bezeichnete die Stellenstreichungen als "verheerenden Schlag", da etwa 50 Prozent der Belegschaft betroffen sein könnten. Unterdessen fordert die IG Metall Offenburg unverzügliche Gespräche mit Bosch und pocht auf Transparenz über die Zukunftsperspektiven. Die Gewerkschaft setzt sich dafür ein, jeden Arbeitsplatz zu retten.
In ganz Baden-Württemberg werden die Kürzungen mehrere Standorte hart treffen. In Stuttgart-Feuerbach waren zunächst 3.500 Stellen gefährdet, durch Verhandlungen konnte die Zahl jedoch auf 2.500 reduziert werden. In Schwieberdingen und Waiblingen fallen bis März 2026 jeweils 1.750 bzw. 560 Arbeitsplätze weg. Gewerkschaftsvertreter hoffen, dass die ab dem 7. Oktober beginnenden Gespräche zu besseren Ergebnissen führen.
Die Stimmung unter den Beschäftigten bleibt angespannt, viele stellen die langfristigen Pläne des Unternehmens infrage. Besonders die Belegschaft in Buhl fühlt sich im Unklaren gelassen, da die Unternehmensführung bisher keine beruhigenden Antworten liefern konnte.
Die geplanten Stellenstreichungen werden die Bosch-Standorte in Deutschland grundlegend verändern, wobei Baden-Württemberg einen erheblichen Teil der Verluste tragen wird. Die für den 7. Oktober anberaumten Verhandlungen könnten entscheiden, ob weitere Kürzungen vermieden werden können. Bis dahin bereiten sich Mitarbeitende und lokale Verantwortliche auf die Auswirkungen auf Arbeitsplätze und die gesamte Region vor.






