02 May 2026, 12:15

Bühnenzauber in Rheinsberg: Wie Kinder mit Förderbedarf durch Musiktheater strahlen

Painting of children playing musical instruments with a human face in the center and text at the bottom.

Bühnenzauber in Rheinsberg: Wie Kinder mit Förderbedarf durch Musiktheater strahlen

Ein einzigartiges Musiktheaterprojekt gibt Kindern mit besonderem Förderbedarf eine Bühne

Die Produktion mit dem Titel „Könige und Königinnen – Ein musikalischer Staatsstreich“ entstand während einer intensiven Probenwoche im Schloss Rheinsberg. 32 junge Teilnehmer aus ländlichen Schulen brachten eine fantasievolle und mutige Inszenierung auf die Bühne – und glänzten dabei.

Die Idee stammte vom Ensemble Quillo, einer Gruppe aus Falkenhagen, die seit über 20 Jahren zeitgenössische Musik in ländliche Regionen trägt. Ihr Ziel: die Kunstform interaktiver und inklusiver zu gestalten, das Publikum auf kreative Weise einzubinden. Diesmal lag der Fokus auf Kindern zwischen 11 und 16 Jahren, von denen viele noch nie zuvor auf einer Bühne gestanden hatten.

Die Aufführung verband eindrucksvolle Bilder mit einer kühnen Erzählweise. In einer Szene tauchte das Publikum in eine düstere, traumhafte Welt ein, in der ein entenartiges Wesen ein Mädchen verfolgte und verschlang. Kurze Zeit später wechselte die Stimmung ins Komische: Ein fiktiver Nachrichtensprecher namens Ente Kross forderte das Publikum auf, eine Nummer mit den Endziffern 6 und 7 anzurufen – eine spielerische Note in der Vorstellung.

Ein Höhepunkt war der Auftritt einer Mädchengruppe mit handbemalten Stäben, den „Regenmachern“. Gefüllt mit Kieselsteinen erzeugten sie ein sanftes, rhythmisches Geräusch wie fallender Regen, während die Darstellerinnen sich im Gleichklang bewegten. Der Abend endete mit einem großen Finale: Die jungen Schauspieler tanzten befreit über die Bühne, ihre neu gewonnene Selbstsicherheit war spürbar.

Für die beteiligten Lehrkräfte war das Projekt eine bereichernde Erfahrung. Viele entdeckten ihre Schüler von einer neuen Seite und durchbrachen Vorurteile – ein Beweis dafür, dass Andersartigkeit nicht „falsch“ bedeutet. Zwei Teilnehmerinnen, Fieby und Helene von der Clara-Zetkin-Schule, teilten sogar ihre Visionen, wie sie ihre Stadt regieren würden, wenn sie das Sagen hätten.

Die Aufführung war der jüngste Erfolg von „Musiktheater 360°“, einer Initiative der Musikakademie Rheinsberg. Durch kreative Zusammenarbeit gab das Projekt Kindern eine Plattform, sich auszudrücken und an Selbstvertrauen zu wachsen. Das Ergebnis: ein lebendiger, unvergesslicher Abend, der Erwartungen herausforderte und junges Talent feierte.

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