22 April 2026, 04:15

CDU-Streit eskaliert: Radtke greift Spahns "Niedergangs"-Rhetorik scharf an

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über die Bevölkerung und Merkmale der Stadt.

CDU-Streit eskaliert: Radtke greift Spahns "Niedergangs"-Rhetorik scharf an

Andreas Radtke, Stellvertreter des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, hat jüngste Äußerungen aus den eigenen Reihen scharf kritisiert. Seine Aussagen fallen in eine Phase deutlicher Umfrageverluste der Union und wachsender Verärgerung über nicht eingelöste Versprechen. Zugleich wies Radtke Forderungen nach Arbeitsmarktreformen als Ablenkung von dringenderen Problemen zurück.

Ausgelöst wurde die Debatte durch Jens Spahn, einen führenden CDU-Politiker, der in der Sendung Caren Miosga die aktuelle schwarz-rote Koalition als bloße "Verwalterin des Niedergangs" bezeichnete. Radtke brandmarkte Spahns Aussage umgehend als "katastrophal" und warf ihm vor, damit unnötigen Pessimismus zu schüren. Solche Rhetorik spiele der AfD in die Hände, die Deutschland gezielt als Krisenland darstelle, so der Politiker.

Auch CSU-Chef Markus Söders Vorstoß, den Kündigungsschutz zu reformieren, lehnte Radtke als Nebelkerze ab. Stattdessen betonte er, dass Unternehmen mit explodierenden Energiekosten, brüchigen Lieferketten, einem massiven Fachkräftemangel und überbordender Bürokratie zu kämpfen hätten. "Das sind die eigentlichen Herausforderungen, um die wir uns kümmern müssen", machte er deutlich.

Zum Thema Migration stellte Radtke fest, dass die Debatte zunehmend als Projektionsfläche für allgemeine Unzufriedenheit diene. Die schlechten Umfragewerte von CDU und CSU führte er auf tiefere Probleme zurück – etwa die Nichtumsetzung zentraler Wahlversprechen. Teilweise, so sein Vorwurf, habe die Partei in wichtigen Diskussionen den Bezug zur Realität verloren.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende machte klar: Die Wähler verlangten nach praktischen Lösungen, nicht nach Untergangsstimmung. Gefragt seien jetzt Führung und klare Linien, so Radtke.

Seine Aussagen spiegeln die strategischen und inhaltlichen Spannungen innerhalb der Union wider. Angesichts des Aufschwungs der AfD setzt Radtke auf wirtschaftliche Stabilität und pragmatische Politik. Die CDU steht zunehmend unter Druck, die Sorgen der Wähler direkter anzugehen.

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