Christiane Angerer soll erste Frau an der Spitze des Bundesgerichtshofs werden
Hiltraud HamannChristiane Angerer soll erste Frau an der Spitze des Bundesgerichtshofs werden
Christiane Angerer soll nächste Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH) werden. Der Richterwahlausschuss stimmt am 10. Juni über ihre Ernennung ab. Falls gewählt, löst sie Bettina Limperg ab, die Ende August in den Ruhestand geht.
Angerers Nominierung geht auf die CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurück und wird von der SPD unterstützt. Das Bundesjustizministerium hat bereits zugestimmt. Eine abschließende Kabinettsentscheidung ist noch erforderlich, um sie offiziell zur BGH-Präsidentin zu ernennen.
Der 16-köpfige Richterwahlausschuss, bestehend aus Landesjustizministern und Bundestagsabgeordneten, wird über die Personalie abstimmen. Angerer begann ihre juristische Laufbahn 1993 als Staatsanwältin in München. Später promovierte sie an der Freien Universität Berlin.
Bevor sie ihr aktuelles Amt antrat, war sie Vizepräsidentin des Landgerichts München II. Von 2021 bis 2023 leitete sie das Bayerische Staatsministerium der Justiz im Bereich der juristischen Prüfungsämter. 2023 wurde sie Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg.
Angerers Wahl wäre der nächste Schritt in einer Karriere, die sich über drei Jahrzehnte erstreckt. Ihre Erfahrung in der regionalen Gerichtsbarkeit und Justizverwaltung qualifiziert sie für die Spitzenposition am BGH. Die endgültige Kabinettsentscheidung folgt nach der Abstimmung des Ausschusses.






