Dagmar Frederic über 60 Jahre Schlager, Wende-Chancen und fehlende Vielfalt im TV
Hiltraud HamannDagmar Frederic über 60 Jahre Schlager, Wende-Chancen und fehlende Vielfalt im TV
Dagmar Frederic, seit über sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlager-Szene, hat in einem aktuellen Interview ihre Sicht auf die deutsche Unterhaltungsbranche geteilt. Die ehemalige DDR-Fernsehmoderatorin, die vor allem durch die Sendung Ein Kessel Buntes bekannt wurde, sprach im RTL-Podcast von Antje Riis offen über ihre Karriere, die Herausforderungen der Wiedervereinigung und den heutigen Zustand von Musikshows.
Frederic begann ihre Laufbahn in der DDR, schaffte aber nach 1990 den erfolgreichen Übergang in die gesamtdeutsche Unterhaltungswelt. Sie machte sich sowohl als Sängerin als auch als Moderatorin einen Namen – konkrete Projekte nach der Wende sind jedoch in öffentlichen Aufzeichnungen nur spärlich dokumentiert.
Trotz ihrer langen Erfahrung war sie nie in Shows von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast. Die Schuld für die stets gleichen Gäste sieht Frederic bei den Redaktionen, die es versäumten, frische Gesichter in die Sendungen zu holen. Gleichzeitig verteidigte sie beliebte Schlager-Moderatoren wie Silbereisen und Giovanni Zarrella und warf der Kritik an ihren Formaten oft Ungerechtigkeit vor.
Mit 80 Jahren steht sie noch immer auf der Bühne – bis zu 60 Auftritte absolviert sie jährlich. Ihr volles Programm bestreitet sie trotz einer bescheidenen Rente, was ihre ungebrochene Leidenschaft für Live-Auftritte und ihr Publikum unterstreicht.
Frederics Karriere umfasst mehr als 60 Jahre – von der DDR-Fernsehbühne bis zu den heutigen Schlager-Shows. Ihre Äußerungen spiegeln die anhaltende Debatte über Vielfalt in deutschen Musikformaten wider. Gleichzeitig zeigt ihre unermüdliche Tourtätigkeit ein lebenslanges Engagement für die Unterhaltung, das unabhängig von finanziellen Anreizen besteht.






