Daimler plant radikale Konzern-Umstrukturierung mit eigenständigen Sparten
Sylke SchmiedtDaimler plant radikale Konzern-Umstrukturierung mit eigenständigen Sparten
Daimler prüft eine umfassende Umstrukturierung seines Konzerns. Geplant ist die Umwandlung der Sparten Mercedes-Benz Pkw & Transporter sowie Daimler Trucks & Busse in rechtlich eigenständige Einheiten. Eine endgültige Entscheidung der Unternehmensführung steht jedoch noch aus.
Der Automobilhersteller hat eine Machbarkeitsstudie für das Vorhaben genehmigt. Erste Vorbereitungen sollen in Kürze beginnen, wobei ein Budget im dreistelligen Millionenbereich veranschlagt wurde. Sollte die Umstrukturierung voranschreiten, wäre die Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung erforderlich – frühestens 2019 könnte darüber abgestimmt werden.
Laut den geplanten Änderungen blieben die beiden Divisionen weiterhin in Deutschland angesiedelt. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender des Konzerns, betonte, das Unternehmen müsse sich anpassen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Gleichzeitig schloss Daimler aus, einzelne Geschäftsbereiche abzuspalten. Zudem bestätigte das Unternehmen, keine Kostensenkungsmaßnahmen, Effizienzprogramme oder Personalabbau zu verfolgen. Stattdessen einigte man sich mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Rahmen, der die Beschäftigungssicherung bis Ende 2029 im Rahmen der Initiative „Zukunftssicherung 2030“ verlängert. Im Zuge dieser Vereinbarung wird Daimler seine Pensionskasse mit 3 Milliarden Euro stärken.
Die Umstrukturierung bleibt vorerst in der Prüfphase, ohne dass Vorstand oder Aufsichtsrat eine finale Entscheidung getroffen hätten. Vor einer möglichen Umsetzung wären die Aktionäre gefragt. Die Betonung von Arbeitsplatzgarantien und Altersvorsorge unterstreicht den Anspruch des Konzerns, auch in dieser potenziellen Übergangsphase Stabilität zu wahren.






