13 June 2026, 00:16

Deutsche Autobauer warnen vor EU-Klimazielen und drohenden Strafzahlungen bis 2030

Automobilhersteller warnen: EU-Vorschriften bedrohen Wettbewerbsfähigkeit

Deutsche Autobauer warnen vor EU-Klimazielen und drohenden Strafzahlungen bis 2030

Die Vorstände der führenden deutschen Automobilhersteller haben Bedenken gegen die verschärften Klimaziele der EU für 2030 geäußert. Sie warnen, die neuen Vorschriften könnten die Wettbewerbsfähigkeit der Branche beeinträchtigen und hohe Strafzahlungen nach sich ziehen. Die Kritik kommt zu einer Zeit, in der der Sektor mit steigenden Kosten und dem Druck konfrontiert ist, schneller auf Elektrofahrzeuge umzustellen.

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Mercedes-Chef Ola Källenius betonte, das aktuelle regulatorische Umfeld in Europa berge die Gefahr, dass deutsche Autobauer in der globalen Wirtschaftsrangliste absteigen. Er argumentierte, dass Strafen, die Kunden zum Kauf von Elektroautos zwingen sollen, die heimische Industrie schwächen würden. Källenius unterstrich zudem, dass die Hersteller die Produktion in Deutschland halten wollten – die Kosten müssten jedoch sinken, damit der Standort wettbewerbsfähig bleibe.

Auch Volkswagen-Chef Oliver Blume teilte diese Sorgen. Er forderte längere Übergangszeiten und Sonderanreize, etwa die Förderung kleiner Elektroautos, um die Rentabilität zu steigern. Blume wies darauf hin, dass Volkswagen trotz eines Marktanteils von 27 Prozent bei Elektrofahrzeugen in Europa unter den neuen CO₂-Grenzwerte dennoch Strafen drohten.

BMW-Vorstandschef Milan Nedeljković bezeichnete die EU-Vorgaben als riskant. Er warnte, einige der geplanten Regularien könnten mittelfristig eine Bedrohung für die Branche darstellen. Unterdessen erkannte Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, die Herausforderungen des Sektors an und versprach, die Region für Automobilhersteller attraktiver zu gestalten.

Die Konzernchefs kritisierten die verschärften Klimaziele der EU für 2030 sowie die vorgeschriebenen Quoten für Elektrofahrzeuge. Ihrer Ansicht nach könnten die Regeln zu finanziellen Sanktionen führen und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie schwächen. Die Forderungen nach Anpassungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Hersteller versuchen, ökologische Vorgaben mit wirtschaftlichen Realitäten in Einklang zu bringen.

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