Deutschland und Frankreich beenden ihr gemeinsames Kampfflugzeug-Projekt der sechsten Generation
Angelo BriemerDeutschland und Frankreich beenden ihr gemeinsames Kampfflugzeug-Projekt der sechsten Generation
Deutschland und Frankreich haben beschlossen, ihr gemeinsames Projekt für ein Kampfflugzeug der sechsten Generation aufzugeben. Bundeskanzler Friedrich Merz gab die Entscheidung auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin bekannt. Damit endet eine langjährige Pattsituation zwischen den beiden Nationen und ihren Industriepartnern.
Die Entscheidung fiel nach monatelangen gescheiterten Versuchen, die beteiligten Unternehmen auf eine gemeinsame Linie zu bringen. Auch Vermittlungsbemühungen konnten die Streitigkeiten über die Entwicklung des gemeinsamen Kampfflugzeugs nicht beilegen. Am Freitag einigten sich Merz und Präsident Macron offiziell auf die Einstellung des Programms.
Auf der ILA betonte Merz, die Entscheidung sei schwierig, aber notwendig gewesen. Er erklärte, das Fehlen einer Einigung unter den Firmen habe weitere Fortschritte unmöglich gemacht. Dennoch werden beide Länder weiterhin in Verteidigungsfragen zusammenarbeiten.
Der Kern des europäischen „System der Systeme“ (FCAS) wird weiterhin vorangetrieben. Branchenexperten sehen nun neue Chancen, moderne Kampfflugzeuge auf anderen Wegen zu entwickeln.
Das Ende des Projekts räumt ein großes Hindernis in der Verteidigungskooperation aus dem Weg. Deutschland und Frankreich werden auch künftig in anderen Initiativen zusammenarbeiten. Die Entscheidung ermöglicht der Industrie zudem, neue Ansätze für die fortschrittliche Militärluftfahrt zu erkunden.






