DFB-Pokal-Finale: Pyrotechnik stoppt Spiel – Bayern siegt trotz Chaos mit 3:0
Dietlind Grein GrothDFB-Pokal-Finale: Pyrotechnik stoppt Spiel – Bayern siegt trotz Chaos mit 3:0
DFB-Pokal-Finale zwischen FC Bayern München und VfB Stuttgart durch Pyrotechnik unterbrochen – Bayern siegt 3:0
Das DFB-Pokal-Finale zwischen dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart wurde durch Pyrotechnik unterbrochen, konnte jedoch zu Ende gespielt werden. Die Münchner gewannen die Partie mit 3:0. Der Vorfall hat in Deutschland erneut die Debatte über Stadionsecurity entfacht.
Während des Endspiels zündeten Fans Pyrotechnik, woraufhin das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden musste. Trotz des Zwischenfalls ließ Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie fortsetzen. Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, äußerte im Nachhinein, er hätte den Abbruch des Spiels bevorzugt. Zudem zeigte er sich erschüttert darüber, dass der Unparteiische die Begegnung nicht vollständig stoppte.
Reul kritisierte die bisherigen Maßnahmen zur Verhinderung von Fan-Gewalt als unzureichend. Er forderte die Vereine auf, strengere Kontrollen durchzusetzen – insbesondere beim Verbot von Pyrotechnik. Das Thema stand bereits auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz in Bremen im vergangenen Dezember.
Bei der jüngsten Konferenz in Bremen gab es jedoch keine Beschlüsse zu umstrittenen Themen wie personalisierten Tickets, flächendeckenden Ausweiskontrollen, Gesichtserkennung oder KI-Überwachung. Ein vom Spiegel zitierter Entwurf für neue Sicherheitsmaßnahmen in Stadien enthielt keine konkreten Schritte. Die nächste Innenministerkonferenz in Hamburg wird sich nun erneut mit der Thematik befassen.
Das Pokalfinale unterstrich die anhaltenden Herausforderungen bei Fan-Verhalten und Sicherheit. Die Innenminister werden das Thema in Hamburg wieder aufgreifen, um mögliche Lösungen zu diskutieren. Unmittelbare Änderungen der Stadionrichtlinien wurden bisher nicht angekündigt.






