19 June 2026, 14:12

Die Linke streitet über Gehaltsobergrenzen für Abgeordnete vor dem Parteitag

Streit um Gehaltsdeckel in der Linkspartei

Die Linke streitet über Gehaltsobergrenzen für Abgeordnete vor dem Parteitag

Die Linke in Deutschland diskutiert derzeit über die Einführung einer Gehaltsobergrenze für ihre Abgeordneten. Der Vorschlag hat innerhalb der Partei eine hitzige Debatte zwischen Befürwortern und Kritikern ausgelöst und droht den anstehenden Bundesparteitag in Potsdam zu überschatten.

Die Wurzeln der Diskussion liegen in der Geschichte und Tradition der Partei. Ihre Vorgängerin, die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), war lange in Parlamenten vertreten, wobei viele Funktionäre es gewohnt waren, für ihre politische Arbeit bezahlt zu werden. Manche verweisen auf das Beispiel der Italienischen Kommunistischen Partei (PCI), die bereits in den 1970er-Jahren strenge Gehaltsbeschränkungen für ihre Abgeordneten einführte.

Die Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken wollen nun ihre selbst auferlegte Gehaltsobergrenze für alle Abgeordneten verbindlich machen. Sie sehen darin ein politisches Signal. Gegner argumentieren, dass eine Deckelung der Bezüge hochqualifizierte Kräfte davon abhalten könnte, unter dem Banner der Linken für ein Amt zu kandidieren.

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Trotz hartnäckiger Behauptungen liegt das tatsächliche Nettoeinkommen der Abgeordneten der Linken nach Abzügen deutlich niedriger, als Kritiker suggerieren.

Die Parteiführung strebt an, vor dem Bundesparteitag eine klare Position zu finden. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Gehaltsgrenze als offizielle Parteipolitik verankert wird. Die Entscheidung könnte das Image der Partei prägen und ihre Fähigkeit beeinflussen, künftige Kandidaten zu gewinnen.

Quelle