EU plant digitale Identitätsbörse – trotz Hackerangriffen und Datenschutzrisiken
Dietlind Grein GrothEU plant digitale Identitätsbörse – trotz Hackerangriffen und Datenschutzrisiken
Die EU treibt ihre Pläne für die Digitale Identitätsbörse trotz Datenschutzbedenken voran. Das System soll Bürgern ermöglichen, ihre Identität und ihr Alter sowohl online als auch offline zu bestätigen. Kritiker warnen jedoch, es könnte Massenüberwachung und Repression begünstigen.
Die EU und ihre Mitgliedstaaten entwickeln die digitale Börse, um persönliche Daten sicher zu speichern und zu teilen. Nutzer können Dokumente digital verwalten und den Zugriff auf ihre Informationen steuern. Die Bundesdruckerei baut das Backend für die Ausgabe von Personenidentifikationsdaten auf.
Die Identitätsbörse wird mit einer Altersverifikations-App verknüpft, die den Zugang zu Erwachsenen-Websites regeln soll. Diese App wurde kurz nach ihrer Vorstellung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gehackt. Die EU wirbt zwar weiterhin für Verschlüsselung, setzt aber gleichzeitig auf Chat-Kontrollmethoden wie Client-Side-Scanning.
Erste Testläufe finden bereits statt, der vollständige Start ist für Januar 2027 geplant. Zunächst freiwillig, könnte die Nutzung der digitalen Börse mit dem Rückgang des Bargeldgebrauchs und den Plänen für einen digitalen Euro weiter zunehmen.
Die EU-Digitale Identitätsbörse soll die Identitätsprüfung für digitale Dienstleistungen vereinfachen. Ihr Erfolg hängt jedoch von Sicherheitsverbesserungen und dem Vertrauen der Öffentlichkeit ab. Angesichts der wachsenden Bedeutung digitaler Zahlungen und Identitätskontrollen könnte das System bald unverzichtbar werden.






