EU-Zollreform 2023: Warum Online-Bestellungen aus Drittländern plötzlich teurer werden
Hiltraud HamannEU-Zollreform 2023: Warum Online-Bestellungen aus Drittländern plötzlich teurer werden
EU-Onlinekäufer müssen sich auf höhere Kosten bei Bestellungen aus Drittländern einstellen. Ab Juli 2023 führen neue Zollregeln zu zusätzlichen Gebühren – selbst bei günstigen Artikeln. Ein einfaches Handyhülle für 7 Euro könnte nach Steuern und Bearbeitungskosten am Ende fast 20 Euro kosten.
Ab dem 1. Juli 2023 werden Importe aus Ländern außerhalb der EU teurer. Die Europäische Kommission legt die genauen Gebühren fest, doch Käufer müssen mit Aufschlägen auf den Kaufpreis rechnen. Auch Logistikdienstleister könnten Servicegebühren für die Zollabwicklung erheben, was die Endrechnung weiter in die Höhe treibt.
Die Änderungen werden in den kommenden Jahren schrittweise ausgeweitet. Ab dem 1. November 2026 fällt eine Pauschalgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie für Sendungen unter 150 Euro an. Bis etwa 2028 unterliegen dann alle Importe – unabhängig vom Wert – ab dem ersten Euro Zollabgaben.
Innerhalb der EU entfallen in der Regel Steuern und Zölle, außer bei bestimmten Waren wie Kaffee, Alkohol oder Tabak. Doch beim Einkauf bei Händlern aus Drittländern drohen zusätzliche Risiken: Verbraucher haben oft schwächere rechtliche Absicherungen und könnten bei Rücksendungen oder Reklamationen auf Probleme stoßen. Experten raten, vor dem Kauf das Impressum des Händlers sowie die Versandbedingungen genau zu prüfen.
Die neuen Regeln bedeuten: EU-Konsumenten zahlen künftig mehr für Waren aus Nicht-EU-Ländern. Die Gebühren werden schrittweise eingeführt – beginnend mit höheren Kosten 2023 bis hin zur vollständigen Erfassung aller Sendungen ab 2028. Käufer sollten die Konditionen daher sorgfältig prüfen, um unerwartete Kosten und Komplikationen zu vermeiden.






