Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Außenpolitik und fordern Demokraten-Sieg bei Midterms
Hiltraud HamannEx-Diplomaten warnen vor Trumps Außenpolitik und fordern Demokraten-Sieg bei Midterms
Zwei hochrangige Diplomaten haben die US-Demokraten aufgefordert, die anstehenden Wahlen zu gewinnen, und warnen vor den Risiken von Präsident Donald Trumps Außenpolitik. Christoph Heusgen und Philip Murphy, beide ehemalige Berater, behaupten, Trumps Vorgehen gefährde die globale Stabilität und schwäche die Bindungen zwischen Europa und Amerika. Ihr Appell erfolgt vor den Midterm-Wahlen, bei denen die Demokraten gute Chancen haben, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückzugewinnen.
Heusgen und Murphy kritisierten Trump dafür, dass er die Gewaltenteilung in den USA untergrabe. Sie werfen ihm vor, die Justiz unter Druck zu setzen und den Kongress zu umgehen – Maßnahmen, die ihrer Meinung nach die demokratischen Kontrollmechanismen aushöhlen.
Das Duo warnte zudem, dass Trumps unilateralistische Politik zu internationalen Krisen führen könnte. Besonders problematisch sei seine Haltung gegenüber Europa, das er eher als Gegner denn als Verbündeten behandle. Dies wecke Zweifel an der langfristigen Verpflichtung der USA zur NATO.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, schlagen die Diplomaten eine neue Strategie für Deutschland vor. Sie regen an, einen halbpermanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat anzustreben – ein Schritt, der Europas Einfluss auf globale Entscheidungen stärken würde.
Mit Blick auf die Zukunft argumentieren sie, dass ein demokratischer Präsident ab 2028 helfen könnte, die transatlantischen Beziehungen wiederaufzubauen. Eine bessere Zusammenarbeit, so die Diplomaten, würde auch die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der EU beleben, die unter Trumps Regierung gelitten hätten.
Die Äußerungen der Diplomaten fallen in eine Phase, in der die Demokraten bei den Midterm-Wahlen voraussichtlich an Boden gewinnen werden. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, das Gleichgewicht in der US-Außenpolitik wiederherzustellen und Europas Rolle auf der Weltbühne zu festigen. Ein Machtwechsel, so ihre Überzeugung, könnte die gegenwärtigen Spannungen zwischen Amerika und seinen traditionellen Verbündeten abbauen.






