02 May 2026, 08:12

Mietkosten für Modernisierungen: Soll das Einkommen die Umlage bestimmen?

Plakat mit dem Titel "Energieeffiziente Haussanierung" mit einer Auflistung von Steuergutschriften für energieeffiziente Haussanierungen wie Fenster, Türen oder Audits, mit Bildern eines Hauses, einer Couch, einer Lampe, eines Schranks, einer Vase und anderer Gegenstände.

Mietkosten für Modernisierungen: Soll das Einkommen die Umlage bestimmen?

Neuer Vorschlag: Mietkosten für Modernisierungen sollen einkommensabhängig werden

Ein neuer Vorstoß zielt darauf ab, die Art und Weise zu ändern, wie Mieterinnen und Mieter die Kosten für Gebäudesanierungen untereinander aufteilen. Bisher zahlen alle Mieter denselben Betrag für Modernisierungsarbeiten – unabhängig von ihrem Einkommen. Der Präsident eines großen Wohnungsverbands fordert nun ein gerechteres System, das sich an den Einkommensverhältnissen orientiert.

Axel Gedaschko, Chef des Wohnungsverbands, kritisierte die aktuellen Regeln als ungerecht. Er argumentierte, dass einkommensschwache Mieter überfordert seien, wenn Vermieter die Sanierungskosten pauschal auf alle umlegten. Sein Vorschlag sieht ein gestaffeltes Modell vor, bei dem Besserverdiener einen höheren Anteil an Maßnahmen wie der Installation energieeffizienter Heizsysteme tragen.

Gedaschko rief die CDU/CSU- und SPD-geführte Koalition auf, zügig zu handeln. Im Mittelpunkt der Debatte stehen klimafreundliche Modernisierungen, die oft mit hohen Umlagen für die Mieter verbunden sind. Nach geltendem Recht können Vermieter die Kosten für solche Arbeiten gleichmäßig auf alle Haushalte verteilen – ohne Rücksicht auf deren finanzielle Situation.

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Die geplante Reform würde die Beiträge stattdessen am Einkommen ausrichten und so Haushalte mit geringeren finanziellen Spielräumen entlasten. Gedaschko betonte, dass künftig der Grundsatz der Fairness bei der Verteilung dieser Kosten gelten müsse.

Würde das neue System eingeführt, müssten Mieter mit höherem Einkommen einen größeren Teil der Modernisierungskosten übernehmen. Vermieter könnten die Ausgaben dann nicht mehr pauschal aufteilen, was den Druck auf einkommensschwache Haushalte verringern würde. Die Bundesregierung hat sich zu dem Reformvorstoß bisher noch nicht geäußert.

Quelle