Ex-Herzchirurg rettet Landarztpraxis in Astfeld mit Fördergeldern
Dietlind Grein GrothEx-Herzchirurg rettet Landarztpraxis in Astfeld mit Fördergeldern
Ein ehemaliger Herzchirurg hat in Astfeld eine Allgemeinpraxis übernommen – unterstützt durch lokale Fördergelder. Dr. Alexandro Hoyer Sepúlveda erhält 50.000 Euro, um die Arbeit von Dr. Michael Otte fortzuführen und so den Bewohnerinnen und Einwohnern den Zugang zu medizinischer Versorgung vor Ort zu sichern. Der Schritt ist Teil einer breiter angelegten Initiative, um Ärztinnen und Ärzte in die Region Goslar zu locken.
Dr. Hoyer Sepúlveda war zuvor als Herzchirurg am Universitätsklinikum Leipzig tätig. Nun kehrt er zu seinen Wurzeln zurück, da er in der Gegend aufgewachsen ist. Sein Wechsel in die Allgemeinmedizin begründet er mit dem Wunsch nach einer besseren Work-Life-Balance und mehr persönlichem Wohlbefinden.
Die Praxis in Astfeld wurde zuvor von Dr. Michael Otte geführt. Die 50.000 Euro Fördermittel umfassen eine vollwertige Stelle als Vertragsarzt in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und erleichtern so den Übergang. Die Unterstützung stammt aus einem Programm des Landkreises Goslar, das die lokale Gesundheitsversorgung stärken soll.
Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze begrüßt das Ergebnis. Für ihn ist das Förderprogramm entscheidend, um die medizinische Versorgung in der Nähe zu halten. Ohne solche Maßnahmen hätten es die Einwohnerinnen und Einwohner zunehmend schwerer, Ärztinnen und Ärzte in der Umgebung zu finden.
Mit der Initiative will die Kreisverwaltung die Gesundheitsversorgung in der gesamten Region Goslar verbessern. Durch finanzielle Anreize hofft man, mehr Mediziner in unterversorgte Gebiete zu ziehen.
Dr. Hoyer Sepúlveda arbeitet nun sowohl in seiner ehemaligen als auch in seiner aktuellen Heimat. Der 50.000-Euro-Zuschuss sichert den Fortbestand der Astfelder Praxis und erhält damit die hausärztliche Versorgung. Für Langelsheim ist dies ein weiterer Schritt, um die langfristige medizinische Betreuung der Bevölkerung zu gewährleisten.






