Fahimi attackiert Regierungspläne: "Pauschale Sparmaßnahmen sind völlig falsch"
Angelo BriemerFahimi attackiert Regierungspläne: "Pauschale Sparmaßnahmen sind völlig falsch"
Yasmin Fahimi hat die aktuelle Steuer- und Wirtschaftspolitik der Regierung scharf kritisiert. Sie bezeichnete den Fokus auf pauschale Sparmaßnahmen als „völlig falsch“ und warnte, dass diese die Binnennachfrage schwächen würden. Die Verhandlungen zwischen den Spitzen der Koalition, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden sollen in dieser Woche an Fahrt aufnehmen.
Fahimi wies Vorschläge zurück, die Steuerreform durch einen pauschalen Kürzungsprozentatz bei allen staatlichen Subventionen auszugleichen. Sie nannte die Idee „völliger Unsinn“ und argumentierte, dass solche undifferenzierten Kürzungen die eigentlichen Probleme nicht lösten. Stattdessen plädierte sie für gezielte Förderung – insbesondere für Unternehmen, die in ihre Betriebe investieren, stabile Arbeitsplätze schaffen oder auf Klimaneutralität umstellen.
CDU/CSU und SPD wollen die zentralen Reformdetails bis Ende Juni oder Anfang Juli finalisieren. Bei einem Treffen am Mittwoch kommen Spitzenvertreter der Koalition, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände zusammen, um über die Pläne zu beraten. Die Gewerkschaften wollen alternative Konzepte vorlegen, die auf Entlastungen für Unternehmen und Wachstumsimpulse setzen.
Fahimi betonte, dass reiner Sparkurs die Wirtschaft nicht modernisiere. Notwendig seien stattdessen strukturelle Reformen – und nicht einfach nur Ausgabenkürzungen ohne langfristige Strategie. Die Debatte über die Reformen wird weitergehen, während Gewerkschaften und Wirtschaft eine andere Richtung fordern. Die Koalitionsspitze steht unter Druck, über pauschale Kürzungen hinauszugehen und gezieltere Wirtschaftspolitik zu betreiben. Das Ergebnis der Mittwochsgespräche könnte die Weichen für die geplante Einigung in den kommenden Wochen stellen.






